Yeah, The Carburetors sind zurück! "Rock 'n' Roll Forever" heißt das neue Werk und das geht mächtig nach vorne. Der Name ist Programm. Die Scheibe bietet Rock 'n' Roll in Bestform. Laut, dreckig, schnell und wild. Beeinflusst durch die üblichen Verdächtigen, präsentieren die fünf Norweger gleich 14 gute Gründe, warum wir uns dieses Album zulegen sollten. 14 Songs, die den wahren Rock 'n' Roll repräsentieren. Dabei fahren The Carburetors ihre Songs ausnahmslos mit Bleifuß. Niemand soll auf die Idee kommen, auch nur eine Minute zur Ruhe zu kommen. Aber das will man, das kann man bei dieser Power auch gar nicht. Neben dem absolut fetten Sound fällt vor allem auch die solide Gitarrenarbeit auf. Recht untypisch für diese Art von Musik zocken die beiden Gitarristen Kai Kidd und Stian Krogh neben auf den Punkt gespielten Riffs pfeilschnelle Soli, die schon einmal mehrere Takte andauern und dabei sämtliche Register der modernen Rockgitarre ziehen. Auch die Rhythmus-Fraktion muss sich nicht verstecken, unterstützt sie doch die beiden Axtschwinger gekonnt in bester AC/DC-Manier. Natürlich weiß Sänger Eddie Guz ebenso zu überzeugen. Weniger rotzig als Lemmy Kilmister, nicht so krächzig wie Brian Johnson, aber mit räudig-punkiger Attitüde. Zugegeben, das eine oder andere Riff hat man in 40 Jahren Rock 'n' Roll Geschichte sicher schon in leicht abgewandelter Form irgendwo gehört. Rock 'n' Roll lässt sich einfach nicht mehr neu erfinden. The Carburetors versuchen es glücklicherweise erst gar nicht. Keine Experimente, kein wilder Stilmix, dafür Rock 'n' Roll in seiner primitivsten Form. Zum Mitgrölen, zum Ausflippen. Denn Kracher wie "Burning Rubber", "Terrified" oder "Burnout", um nur einige zu nennen, sind wahre Hymnen. Obendrauf gibt es noch "Daddy Cool" von Bonney M. in einer wuchtigen Rock 'n' Roll Version. Herrlich. The Carburetors machen Laune. Kaufen! Und natürlich kann man die Band in diesem Jahr hierzulande auch live bewundern. Hingehen!