Wie schreibt man eine Review zu einem Post-Metal Album ohne Namen wir ISIS, Neurosis, Cult Of Luna oder The Ocean zu erwähnen? Antwort: Geht nicht. Genauso wie das gesamte Subgenre irgendwie immer ein Stück nach den alten Bekannten klingen wird - mal mehr, mal weniger. Und so bemühen sich die sechs Polen gar nicht erst darüber hinwegzutäuschen, wer ihre Einflüsse sind. Ebenso wie die anderen Bands des Genres bedient sich die Band um den ehemaligen Behemoth-Gitarristen Havoc langer Songs mit wenig erkennbaren Strukturen. "Autoscopia: Murder In Phazes" besteht aus sieben Stücken in 60 Minuten, eingeteilt in Phasen. Die Phasen nehmen dabei, mit der Ausnahme der vierten Phase, jeweils zwei Tracks in Anspruch. Der für den Gesang zuständige Niko brüllt die meiste Zeit und klingt dabei sehr nach Johannes Persson von Cult Of Luna, einige Male singt er jedoch tatsächlich und klingt dabei dezent nach Antimatter-Mastermind Duncan Patterson, was den Songs recht gut zu Gesicht steht. Glanzstücke dieses Albums sind die an einander anschließenden "Phaze II: Phenomena", das mit einer Art Akkordeon-Solo gegen Ende aufwartet, und " Phaze III: Blood Bond", obgleich das Album als ganzes Gesehen werden sollte. Keine Frage, Blindead beherrschen ihre Musik absolut. Etwas anderes ist es, ob man, wenn man sich auf den Begriff Post-Metal derart festlegt, überhaupt recht anders klingen kann, als die oben genannten Größen. Fans dieser Bands dürfte "Autoscopia" auf jeden Fall zusagen. Alle anderen, die schon mit ISIS und Neurosis nichts anfangen konnten, sollten auch hierum einen Bogen machen.