Böwlrider frönen dem guten alten Rock 'n' Roll mit Bands wie Rose Tattoo, AC/DC, Led Zeppelin und, wie könnte es anders sein, Motörhead. "Big Röck Möuntain Highs" wurde bereits 2004 aufgenommen, warum das Album erst 2008 erschienen ist, liegt vielleicht daran, dass sich die Plattenfirma erst von dem ohrenbetäubenden Lärm der vier Musiker aus Brighton erholen musste. Neben Mötorhead in Bezug auf die Namensgebung und den Basssound schimmert unüberhörbar der Einfluss einer weiteren großen Band durch: Black Sabbath. Deren Schwermut und Tommy Iommi´s markantes Riffing scheint einen wesentlichen Einfluss darzustellen, allerdings ohne sein Gespür für einfache, aber markante Jahrhundert-Riffs der Marke "Iron Man" oder "Paranoid" zu erreichen. Wesentlich einfacher und dreckiger bolzen die Riffs aus den Boxen. Der "Duck Dive" zu Beginn des Albums startet mit einem herzlichen Fuck It, gefolgt von einem klassischen Rock 'n' Roll Riff, das gleich zu Beginn nach vorne geht und mächtig Druck macht. Das nachfolgende "Human Torch" weiß ebenso zu überzeugen wie die Speed-Granate "Back On The Booze". Die restlichen neun Songs, größtenteils im Mid-Tempo Bereich angesiedelt, können das Niveau nicht halten. Einzig das kurze, aber flotte "Old Mother Trucker" sticht noch einmal positiv hervor. Die wummernde Bassgitarre von Tieftöner Doom Lawson (wie passend) dominiert den Gesamtsound und übertönt im wahrsten Sinne des Wortes die Gitarren und vor allem das ansonsten solide Schlagzeugspiel von Drummer Chris Lean. Das Highlight stellt ohne Zweifel der Gesang von Clive Reeve dar, der insbesondere bei den schnelleren Songs den Rotzfaktor ansteigen lässt. Insgesamt bietet das Album solide Rock 'n' Roll-Kost, die bei entsprechender Lautstärke und reichlichem Alkoholkonsum ordentlich fetzt, allerdings ohne wirklich nennenswerte Akzente zu setzen. Die schnelleren Stücke der Scheibe wissen dabei besonders zu gefallen. Davon hätte man sich mehr gewünscht.