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Aynsley Lister -  Equilibrium     Artist:  Aynsley Lister
    Album:  Equilibrium
    Label:  Manhaton Records / Soulfood Musik
    Release:  13.03.2009
   Medium:  Album
    Genre:  Rock ausdrucken 
    Autor:  Avalancha empfehlen/teilen 
 

Aynsley Lister ist in der Blues/Rock-Szene kein Unbekannter. Der 33-jährige Gitarrist aus Leicaster nimmt bereits seit 1999 Alben auf, die das Spektrum zwischen Blues, Rock sowie Pop abdecken. 'Equilibrium' ist somit sein achtes Album in zehn Jahren. Eine recht ordentliche Bilanz. Überhaupt ist der junge Mann mit der Telecaster recht umtrieben und spielt ausgiebig auf diversen Blues-Festivals. Schließlich kommt der Blues von der Straße, dort wurde und wird er entwickelt.

Verglichen wird Lister oft mit jungen Spielern wie Kenny Wayne Shepherd oder Johnny Lang, beide von Jimi Hendrix und Stevie Ray Vaughan beeinflusst. Kein leichtes Erbe, das die jungen Wilden da antreten. Genau wie Shepherd und Lang läuft auch Lister Gefahr, sich als Epigone zu erweisen. Er versucht das mit einem durchaus eigenständigen Songwriting zu umgehen, was ihm nur teilweise zu gelingen scheint. Denn neben den wenigern Krachern wie 'Running Out On Me' oder dem flotten 'Sugar Low' domieren bei Lister die langsamen, poppigeren Songs. Genau das unterscheidet ihn von der Power und Schroffheit eines Stevie Ray oder Hendrix, auch wenn Listers Spiel durchaus Parallelen aufweist (vgl. 'Sugar Low'). Auch der zitierte Vergleich mit dem jungen Eric Clapton hinkt, denn Clapton hat gerade in jungen Jahren, beispielsweise bei den Bluesbreakers, noch wesentliche wilder und 'schwarzer' agiert, als in den letzten Jahren, auch wenn er schon immer das Image eines Saubermanns hatte. Trotzdem wäre es ungerecht, Lister eine gewisse Eingenständigkeit abzusprechen, die definitiv vorhanden ist. Er beweist gerade bei Stücken wie 'What's It All About' oder 'Forever', dass er zu der ersten Garde der jungen Bluesrock-Gitarristen gehört. Aber virtuoses Solospiel allein reicht nicht, das wusste schon Clapton, der einige seiner Hits nicht selber oder zumindest nicht ohne Partner geschrieben hat. Auf der anderen Seite wusste Hendrix, wie wichtig gute Riffs sind, mehr noch als die Soli. Überhaupt wird sein Einfluss auf die Rockrhythmus-Gitarre oft kaum wahrgenommen.

Aynsley Lister hat wieder ein solides Album aufgenommen, ohne neue oder nennenswerte Akzente zu setzen, obwohl durchaus spannende Momente vorhanden sind. Was ihn von den Kollegen seiner Zunft unterscheidet, ist seine eigene Stimme. Die muss er sich bewahren.


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