Ein Drache auf dem Cover und trinkende, piratenähnliche Gestalten? Wer ist das denn? Blackguard sind die Gewinner des Nuclear Blast MySpace Band Contest, Kanadier, aus Montreal, zu sechst (mit einer Drummerin) und bringen jetzt ihr Debütalbum 'Profugus Mortis' raus. Angefangen haben sie 2001 als Blackmetal-Band unter dem Namen Profugus Mortis. Seitdem sind sie um einiges folkiger geworden, haben 2005 eine Demo rausgebracht und sind mit Bands wie Lacuna Coil, Ensiferum, Therion und Finntroll durch die Gegend getourt. In diesem Frühjahr geht es mit dem Paganfest quer durch Amerika. Da passen Blackguard auch perfekt rein. Die Musik macht Spaß, ist gerade sehr populär, nicht allzu kompliziert und gut zum Headbangen. Gesang und Getrommel erinnern stark an Children of Bodom, dominante Keyboards werden von Blackguard wie im Moment von diversen Bands meist als Melodieträger gebraucht. Zum Glück übernimmt bei den Kanadiern auch die Leadgitarre teilweise den Job. Das Album klingt sehr glatt, durch das Keyboard manchmal schon nach ziemlichem Rumgedudel und irgendwie hat man das ganze in ähnlicher Weise schon häufig genug gehört. Auch die Bandfotos fügen sich nahtlos in die Metsauf-Spaßfolkmetal-Reihe ein. Immerhin posieren Blackguard nicht noch mit Kunstblut und Waffen herum. An der Musik ist trotzdem nicht viel auszusetzen, 'Profugus Mortis' ist offensichtlich als Partyscheibe gedacht und so funktioniert sie auch. Ein, zwei Refrains zum Mitgrölen wären in der Hinsicht dann nicht schlecht gewesen. So könnte es nämlich passieren, dass man die Band gar nicht groß wahrnimmt, sich vielleicht ein bisschen wundert, wer denn das nun gerade ist und einfach weitertrinkt oder -bangt. Aber es ist ja erst das Debüt, mal schauen was noch kommt.