Vierzehn Jahre sind ins Land gezogen, seit Unanimated mit 'Ancient God Of Evil' ihr bisher letztes Album veröffentlichten. Durch mangelnde Unterstützung des Labels und verschiedene interne Probleme löste sich die Band ein Jahr später relativ sang- und klanglos auf, ohne die Lorbeeren einzuheimsen, die ihnen für das musikalische Schaffen definitiv gebührten. Nach und nach ist die Band zu einem Prototypen schwedischen Melodic Death Metals aufgestiegen, und reiht sich mühelos in die Liste der Vorreiter einer metallischen Spielart ein, die sich zum Exportschlager entwickeln sollte. Unzählige Male kopiert und dennoch nie erreicht. Wir schreiben das Jahr 2009 und Unanimated haben beschlossen, dass es weitergehen muss. Nachdem alle Beteiligten sich in den vergangenen Jahren mit einer ganz ansehnlichen Riege großer Bands herumgeschlagen haben, stellt sich natürlich die Frage, ob es überhaupt zu schaffen war, nach so viel stilistischem Input überhaupt noch erkennbar zu Unanimated zurück zu finden. Und auch, wenn 'In The Light Of Darkness' nicht ganz nahtlos an seine Vorgänger anknüpft, so ist die klare Antwort: Ja! Die klassischen Stilelemente der Band, die in ihrer Zeit schließlich einen ganzen Stil mitgeprägt haben, sind unschwer zu erkennen. Gitarrist und Hauptsongschreiber Jojje Bohlin schafft es meisterlich, schleppende Riffs mit emotionsgeladenen Melodien und rasanten Soli zu kontrastieren. Sänger Micke Jansson keucht und keift satanische Botschaften darüber, die durch die energetische Darbietung allein schon über jegliche Klischees erhaben sind. Deutlicher und weit weniger metaphorisch als zuvor beschäftigen Unanimated sich mit Tod und Verderben, die aggressiv antikosmische Attitüde erinnert nicht selten an Dissection. Und nicht nur inhaltlich, sondern auch stilistisch hat die Band sich am Black Metal orientiert; ein Zug der auf der neuen Scheibe weit stärker hervortritt. Und den Jungs gut zu Gesicht steht. Der genannte Kontrast zwischen hypnotisierend beschwörender Monotonie und eigenwillig eingängigen Melodiebögen ist zwar nicht einmalig, hier aber grandios ausgearbeitet. Man hört, dass alle Mitglieder inzwischen unter die alten Hasen gegangen sind. Richard Cabeza (Bass) und Peter Stjärnvind (Drums) bilden ein solides, energiegeladenes Fundament, das zu einem Album beiträgt, das wirkt wie aus einem Guss. Auch die Mithilfe eines ganzen Haufens namhafter Kollegen hat nicht zu stilistischem Chaos geführt, und so tragen Namen wie Erik Danielsson (Watain), Eric Wallin (Merciless / Death Breath), Set Taitan (Dissection) und Sebastian Ramstedt (Necrophobic / Nifelheim) ihren Teil zu einem Schmuckstück der Schwermetallgeschichte bei. Unter den zehn Songs findet sich kein einziger, dem man das unschmeichelhafte Füller-Label aufdrücken müsste. 'In The Light Of Darkness' macht an keiner Stelle den Eindruck, ein hastig zusammengeklopptes Wiedervereinigungsprojekt zu sein. Und so ist die Hoffnung berechtigt, dass es nicht die letzte Scheibe der Schweden bleiben wird. Es bleibt zu verkünden: Unanimated sind zurück!
Das grandiose kind von DISSECTION & NECROPHOBIC Was will der Metalfan mehr???