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Die Beef Barons sind fünf Herren aus dem bayrischen Nürnberg, was sie allerdings nicht davon abhält, bluesdurchtränkten Rock 'n' Roll zu spielen. 'Babes And Bullets' heißt die aktuelle EP, auf der sich allerdings nur vier Tracks befinden, von den einer zudem eine Coverversion einer Johnny Cash-Nummer ist, auch wenn der Song hier witzigerweise 'Polsom Frison Shoes' heißt.
'You Got Me' ist ein solider, wenn auch nicht weltbewegender Opener, angesiedelt im AC/DC-typischen Midtempo-Bereich, der, um es gleich vorweg zu nehmen, das Lo-Light der Scheibe darstellt und beinahe schon kommerzielle Absichten vermuten lässt. 'Weekend Rocker' dagegen macht seinen Namen alle Ehre und startet nicht nur wesentlich schneller, sondern eben auch rockiger, ist schon wieder so herrlich simpel und dreckig gehalten, dass es richtig Spaß macht, und stellt daher, um es wiederum vorweg zu nehmen, das High-Light der Scheibe dar. Wie immer, stellt auch hier die Eingängigkeit die alles entscheidene Weiche um. Track No. 3 '(Gonna) Burn Some Rubber' ist auch so ein räudiger Kandidat und dank Sänger Kris Hurley sogar mit Motörhead-Charme. Geht ab, wenn auch weniger eingängig als 'Weekend Rocker', dafür mit umso mehr Rotz. 'Polsom Prison Shoes' zu guter Letzt hat selbstverständlich nicht den Reiz des Originals und klingt auch sonst eher nach einem entfernten Verwandten. Netter Versuch, nicht mehr, auch wenn sich durchaus ein eigenständiger Charakter hinter dieser Version verbirgt.
Trotz eindeutiger Lo- und High-Lights ist ein endgültig Urteil schwer, sollte die EP nur vorläufig auf ein komplettes Album hinsteuern, auf dem die Songs ebenso vertreten sein werden. Ungeachtet dessen verdienen die Beef Barons gehört zu werden. Denn eines hält die Band gewiss: Sie spielen ehrliche, handgemachte und laute Rockmusik. Wer hellhörig geworden ist, möge die Bandhomepage besuchen, dort kann neben 'Babes And Bullets' auch die Debut-CD 'Boobs 'N' Booties' bestellt werden.
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