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Ein fataler Kuss ist der neue Longplayer des deutsch-koreanischen Gothic-Gespanns Krypteria nicht, eher ein verheißungsvoll-süßer, der einen umhaut! Nachdem bereits das letzte Album "Bloodangel's Cry" (2007) von Fans und Medien gleichermaßen begeistert aufgenommen wurde, hat sich die Band mit Auftritten von Asien bis Amerika sowie bei heimischen Festivals wie unter anderem dem Wacken Open Air oder dem M'era Luna inzwischen auch live einen Namen gemacht.
Waren die Songs des Vorgängeralbums schon mit unglaublicher Intensivität und Dramatik versehen, hat die Band um Sängerin Ji-In Chi klanglich, atmosphärisch und in Sachen emotionaler Wucht im Vergleich zu "Bloodangel's Cry" noch mal deutlich zulegen können.
Inhaltlich dreht es "My Fatal Kiss" um den Kampf zwischen Gut und Böse, speziell um das Ringen mit den eigenen Dämonen, um innere Zerrissenheit. Dieses Konzept wird auch den roten Faden beim Artwork und bei der Bühnenpräsentation bilden. "Aus meiner Sicht bekommt man immer wieder die Chance, zwischen zwei Wegen auszuwählen. Jeder ist frei, sich für seinen ganz persönlichen Weg mit den entsprechenden Konsequenzen zu entscheiden. Ob man dies nun Schicksal oder wie auch immer nennen mag", erklärt die Sängerin.
Als den eigentlichen Kernsong des Albums kann man deshalb wohl "The Freak In Me" ansehen: Es geht um den Kampf mit sich selbst, bei dem schließlich die Dunkelheit siegt und man sich dem inneren Verlangen am Ende hingibt. "My Fatal Kiss" bedeutet für uns nicht zuletzt eine Art der Therapie. Es tut gut, seine Emotionen, sein Innerstes nach Außen zu kehren. Sehr oft sieht man erst dann viel klarer, wenn man seine oftmals diffusen Gefühle und Stimmungen in Worte gefasst und formuliert hat", beschreibt Ji-In.
Für die soundtechnisch passende Untermalung sorgte erneut Chris Siemons, Gitarrist und Produzent in Personalunion. Die Band hat sich viel Zeit genommen, um Druck, Wucht und verspielte Epik in ein homogenes Gesamtkunstwerk zu verwandeln, das dem Vierer mit Sicherheit viele neue Freunde bescheren wird.
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