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Ahab -  The Divinity Of Oceans     Artist:  Ahab
    Album:  The Divinity Of Oceans
    Label:  Napalm Records
    Release:  08.08.2009
   Medium:  Album
    Genre:  Doommetal ausdrucken 
    Autor:  The Wendigo empfehlen/teilen 
 

Ahab. Verrückter Kapitän auf der Jagd nach dem weißen Wal, der ihm sein Bein abgenagt hat. Eine der legendärsten Figuren der Marineliteratur - und somit perfekter Namensgeber für das, was die Band fast unfreiwillig komisch als 'Nautic Doom Metal' bezeichnet.

Die deutsche Combo hat mit 'The Divinity Of Oceans' das vorerst letzte Kapitel beendet, das über 'The Oath' und 'The Call Of The Wretched Sea' zum nun dritten Teil einer Konzept-Trilogie führte. Zwei weniger bekannte, aber unter anderem von Herman Melville als Inspiration genutze Romane - 'In The Heart Of The Sea' von Nathaniel Philbrick sowie 'The Wreck Of The Whaleship Essex' von Owen Chase standen Pate für die äußerst düstere Geschichte um ein Walfängerschiff, das bei einer Waljagd sinkt und die überlebenden Seemänner bis an ihr Äußerstes treibt. Ebenso düster und tragisch, aber auch ebenso wettergegerbt und würdevoll wie die Protagonisten der Geschichte ist die Musik, die Ahab auf dem letzten Teil der Trilogie zelebrieren.

Doom - da fällt einem zunächst Musik von Bands wie Candlemass oder Black Sabbath ein. Nicht, dass Ahab diese großartigen Bands nicht zum Vorbild hätte, aber die Herangehensweise von Ahab ist doch erstaunlich anders und vor allem extrem eigenständig. Die sieben Stücke sind wieder allesamt mit gehöriger Überlänge ausgestattet, jeder einzelne ist träge und schleppend wie ein langsam wogendes Meer.

Und genauso tief, dunkel und unergründlich wie das Meer ist auch der Gesang (?) von Frontmann Daniel Droste, der gurgelt wie ein Ertrinkender. Wenn der Klabautermann singen würde - so würde er sich wohl anhören. Es gibt im gesamten Metalzirkus wohl kaum eine finsterere Stimme als die von Ahab. So tief und zäh, ja wirklich gruselig und finster ist kein anderer und Ahab würde man deshalb unter Millionen Bands immer heruashören. Dazu trägt aber nicht nur die grandiose Stimme bei, sondern auch das charakteristische Schwelgen der Gitarre in langgezogenen Tönen. Immerhin wird auf 'The Divinity Of Oceans' auch des öfteren der Gesang clean, was trotz der tragischen Geschichte einen Funken von Hoffnung versprüht.

Mit etwas Fantasie fühlt man förmlich das ein Grad kalte Wasser einer finsteren, mondlosen Nacht aus den Boxen fließen. Eine CD, die bei der momentanen widerlichen Sommerwetterlage eine Kälte versprüht, die Sehnsüchte erweckt. Meisterhaft düster.


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Rezensionen:
- The Call Of The Wretched Sea
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