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KISS -  Kissology Vol. 2 1978-1991     Artist:  KISS
    Album:  Kissology Vol. 2 1978-1991
    Label:  Edel
    Release:  24.07.2009
   Medium:  DVD/Blu-Ray
    Genre:  Hardrock ausdrucken 
    Autor:  Philip empfehlen/teilen 
 

Man möge mir verzeihen, dass die Rezension mit Verspätung kommt. Aber es waren fast 7 Stunden Material zu sichten. Und wer meine Rezension zu 'Kissology Vol. 1' gelesen hat, kann sich in etwa vorstellen, was ihn auf der zweiten Ausgabe der DVD-Boxset-Serie erwartet, welche die Jahre 1978 bis 1991 abdeckt. Genau wie der erste Teil bietet 'Kissology Vol. 2' dem Fan tonnenweise großartiges Material, aber auch diverse Ärgernisse. Wer sich auskennt oder ein bisschen recherchiert, stellt leider ein paar nicht nachvollziehbare Unzulänglichkeiten auf dem voluminösen Box-Set fest.

Den Anfang macht die unterhaltsame TV-Dokumentation 'Land Of Hype And Glory', die den Wahnsinn zeigt, der Kiss 1978 waren. Die Live-Szenen und Interview-Schnipsel im Look und Feel der 70er Jahre zeigen das Quartett aus der Sicht eines ungläubigen Reporters. Und Paul Stanley haut die typischen Sprüche raus, die am besten unübersetzt wiedergegeben werden: 'There's an art to projecting a fantasy to two million people, there's an art to selling out 25.000 seat halls every night. That in itself is an art.' Schade und rätselhaft ist nur, dass 'Land Of Hope And Glory' stark gekürzt wurde. Platz ist auf drei DVDs doch genug.

Ein damals peinlicher und heute urkomischer Kisstory-Moment mit hohem Kultfaktor ist der TV- bzw. Kino-Film 'Kiss in Attack of the Phantoms' (auch bekannt als 'Kiss Meets the Phantom of the Park'). Die Hanna-Barbera-Produktion lief nur in Europa im Kino, war in den USA allerdings einer der erfolgreichsten TV-Filme im Jahr 1978. Kiss marschieren mit Superkräften durch den kalifornischen Themenpark 'Six Flags Magic Mountain' und bekämpfen ihre Roboter-Doppelgänger, die das Konzertpublikum hypnotisieren wollen. Statt 'Hotter Than Hell' singen die Doubles 'Rip And Destroy' und animieren so das Publikum zur Zerstörung des Parks. Großes Kino!

Der Film existiert in verschiedenen Fassungen. Auf Video war jahrelang eine Version mit belangloser Begleitmusik erhältlich. Die deutsch-sprachige Version, die nur als Bootleg kursierte und mit Sprüchen wie 'Hey, die Kiss kommen heute abend!' aufwartet, hatte statt der Dudelei die Songs der Kiss-Solo-Alben im Programm. Hier gibt es nun was ganz Neues: Der Film läuft in englischer Sprache, aber mit der Kiss-Solo-Musik. In gutem Sound, exzellenter Bild-Qualität und im Cinema-Scope-Format ist der Film sicher eines der Highlights auf 'Kissology Vol. 2'. Ein großer Spaß für Fans.

Und mindestens genauso unterhaltsam endet der erste Silberling mit einem Interview in 'The Tomorrow Show with Tom Snyder', der das Wort Bass offensichtlich nicht aussprechen kann und damit für Lachanfälle bei Paul und Ace sorgt. Die Band sitzt in ihren knallbunten 'Dynasty'-Kostümen und lacht sich durch die Sendung. Komplett ist leider auch dieser Auftritt nicht, was man deutlich merkt, denn nach 12 Minuten leitet Tom Snyder den Werbeblock mit den Worten ein: 'Gleich geht's weiter mit Kiss.' Geht es aber nicht! Ein blöder Patzer.

Ab in die Disco-Phase. Aus der 'Dynasty'-Phase um 1979 ist hier ja leider nur die Tomorrow-Show vertreten gewesen (wenn man sich nicht die Largo-Bonus-Disk zulegt, dazu später mehr). Disk 2 startet mit 'Unmasked' und dem Musikvideo zu der herrlich kitschigen und dennoch schönen Ballade 'Shandi'. Kurz danach stieg Peter bei Kiss aus. Im CNN-Interview von 1980 ist er nur von hinten zu sehen, da er mit Kiss vereinbart hatte, sein Gesicht für eine Weile geheim zu halten. Der Clip ist kurz und unvollständig, aber mehr muss man davon auch nicht sehen.

Und Ace lacht schon wieder. Als Bootleg ist schon lange ein Video mit sämtlichen Outtakes der australischen Show 'Countdown' im Umlauf, bei der Eric Carr vorgestellt wurde. Hier sind leider nur zwei Minuten davon zu sehen, aber die sind ein echter Lacher. Man ist sich nicht sicher, ob Space-Ace einfach nur lustig oder auch betrunken ist. Bester Spruch: 'Oh look, it's rock'n'roll!'

Herrlich steril und trotz exzellenter Qualität eigentlich so gar nicht Rock'n'Roll ist dagegen der Playback-Auftritt aus dem deutschen Musik-Standard der 80er 'RockPop' mit der 'Shandi'-B-Seite 'She's So European' (ein eher blöder Song). Im Anschluss darf Ace noch zu 'Talk To Me' den Mund bewegen.

Wirklich Rock'n'Roll wird es mit 'Kiss invades Australia', wo die Band immer ein riesiges Publikum hatte. 2000 Leute warten allein 1980 in der Innenstadt vor dem Rathaus (welche Stadt ist mir grad entfallen), wo sie auf dem Balkon vom Bürgermeister vorgestellt werden. Angesichts der optisch qualitativen Unterschiede der einzelnen Szenen, hat man aber den Eindruck das hier nachträglich noch mal was zusammengeschnitten wurde ('Countdown'-Szenen sind auch dabei). Komplett ist das also mal wieder nicht. Schade, aber trotzdem absolut sehenswert und ein echtes Zeitdokument. 'Werdet Ihr das auch noch machen, wenn Ihr 40 seid', fragt ein Reporter. 'Wer weiß. Was machst Du, wenn Du 40 bist', fragt Stanley.

Die Krönung der zweiten Scheibe ist das Konzert aus Sydney. Es ist, bis auf wenige kleine Szenen, darunter unverzeihlicherweise auch das Intro von 'God Of Thunder'(!!!), komplett. Die Qualität des Bildmaterials ist nicht super, geht aber in Ordnung. Der Sound ist gut, die Freude ob des genialen Gigs umso größer.

Im Anschluss folgen noch zwei weitere Highlights. In der Show 'Fridays' spielen Kiss im 'Killers'-Outfit (Paul mit fiesem lila Stirnband) 1982 die drei besten Songs aus dem sträflich unterbewerteten 'The Elder', d.h. 'The Oath', 'I' und 'A World Without Heroes'. Das Album wurde wegen des mangelnden Erfolgs nie betourt, weshalb diese Aufnahmen (kein Playback, sondern live) ein echtes Juwel sind! Die Performance von 'A World Without Heroes' (Gitarrensolo: Paul) ist einfach sensationell. Im holländischen TV gab es 1982 noch 'I Love It Loud', optisch sieht das aber aus wie VHS.

Die 80er, mit denen sich die dritte DVD befasst, liefen zwar nicht so gut für Kiss wie die 70er. Trotzdem hatten Gene und Paul im Jahrzehnt des Hair Metal diverse Höhepunkte, insbesondere den Auftritt im Maracana Stadion von Rio de Janeiro, wo Kiss vor gut 200.000 (!!!) Leuten spielten. Der Gig auf 'Kissology Vol. 2' ist zwar weder komplett noch qualitativ perfekt, dennoch vermittelt er eine ganz besondere, nostalgische Atmosphäre von Hard-Rock-Wahnsinn, wie es ihn nur damals gab. Und mit 'Creatures Of The Night' spielen Kiss gleich zu Beginn einen ihrer großartigsten Songs aus den 80ern. An der Gitarre wie entfesselt: Vinnie Vincent. Die Metalband Kiss war gerade geboren. Vielleicht macht sich ja irgendwer noch mal die Mühe, das Wahnsinnskonzert komplett und gemastert zu veröffentlichen. Es wäre wohl die beste Konzert-DVD der Kisstory.

Der Auftritt in Rio war noch lange nicht der letzte mit Make-up, doch die Demaskierung stand bevor. Am 19. September 1983 war es soweit. Bei MTV treten Kiss, allerdings nur noch in halber Originalbesetzung, zum ersten Mal ohne Masken auf. Der Publicity-Effekt hielt nicht allzu lange, vielleicht weil sie mit Masken besser aussehen? (Vor allem in den 80ern.) Dass die Band trotzdem und noch härter weiterrocken konnte, bewies sie u.a. in Lissabon. Die beiden Nummern 'Creatures Of The Night' und 'Detroit Rock City' gab es aber auch schon in besserer Qualität.

Wurde die 'Lick It Up'-Phase schon unzureichend abgedeckt, klafft nach dem kurzen Auftritt von 1983 eine große Lücke auf 'Kissology Vol. 2'. 'Animalize' und das beste 80er-Album 'Asylum' finden leider gar nicht statt. Ein echtes Manko! Der wirklich gute Auftritt von 1987 in Philadelphia ist mit fünf Songs auch definitiv zu kurz (aber eine der Bonus-Disks wird hier noch was abdecken). Wer den kurzzeitigen, kürzlich verstorbenden Kiss-Gitarristen Mark St. John vermisst, muss extra bei Disk 3 für ein Easter Egg auf das Kissology-Logo klicken.

Der 1990er-Auftritt aus Detroit ist trotz exzellenter Qualität ein Ärgernis. Da fehlt einerseits der Song 'Rise To It', obwohl das Intro kurz zu hören ist. Außerdem wird jedes Mal der Ton ausgeblendet, wenn Paul das F-Wort sagt. Kindergarten! Davon abgesehen: Sehenswert.

Der Abschluss ist leider traurig. Am 24. November 1991 starb Schlagzeuger Eric Carr an Krebs. Darüber berichtet MTVs 'Day In Rock'. Mit dem Video zu 'God Gave Rock'n'Roll To You II', bei dem Eric Carr schon eine Perrücke trug, schließt das reguläre Set. Nach dem Abspann sind übrigens in einem versteckten Kapitel noch ein paar lustige, aber zugleich sehr bewegende von Eric selbst gefilmte Szenen aus dem Krankenhaus zu sehen, ein halbes Jahr vor seinem Tod. Er bedankt sich darin bei seinen Fans und zeigt am Ende seinen blanken Hintern (der allerdings unnötig verzerrt wurde).

Wie bei 'Kissology Vol. 1' gibt es auch bei Vol. 2 mehrere Bonus-DVDs, von denen jeweils eine dem Set beiliegt. Die Möglichkeiten heißen Largo '79, Tokyo '88 und New York '88. Largo schließt die oben erwähnte 'Dynasty'-Lücke. Das Konzert aus dem Capital Center bietet neben dem Disco-Album auch Solo-Zeug von Kiss wie 'Radioactive' (Gene), 'Move On' (Paul) und 'New York Groove' (Ace). Sogar Peter darf mit 'Tossin' And Turnin'' ran, klasse! Leider hat die Qualität den Charme einer Videokassette. Kann man sich gut angucken, wäre aber sicherlich auch besser möglich gewesen.

Das Konzert von Tokyo ist typisch für 'Kissology Vol. 2'. Warum sind hier nur 9 Songs, wenn die komplette Aufnahme in Spitzenqualität mit 18 (!!!) Songs existiert?! Diese Bonus-DVD sollte man sich sparen, wenn man entsprechende Quellen hat. Der Auftritt aus dem New Yorker Ritz ist dagegen ein echter Gag. Die Show wurde zwar wohl professionell aufgenommen, allerdings nur mit einer Kamera. Das Bild wurde hier ab und an mit dubiosen Effekten 'aufgewertet', die an Beat Club und Musikladen in schlimmsten Zeiten erinnern. Aber der Ton ist grandios, daher weiß der schweißtreibende Klub-Gig zu gefallen. Eigentlich benötigt man sowohl Largo als auch New York, aber dann muss man die Box leider zweimal kaufen.

Fazit: Die Qualität des Materials auf 'Kissology Vol. 2' ist zum Teil sensationell, die Auswahl wieder sehr vielfältig. Dass aber immer wieder irgendwelche Tracks, Szenen, Ansagen oder die Hälfte eines Konzerts weggelassen werden, bedeutet, dass man trotzdem auf die vorhandenen Bootlegs angewiesen ist, sofern man Wert auf Komplettheit legt. Die Macher von VH-1 Classic hätten sich hier und da deutlich mehr ins Zeug legen müssen. Sieht man darüber hinweg, bekommt man als Fan zweifellos ein gefundenes Fressen, ja geradzu ein Festmahl. Fast sieben Stunden 'Kissology' sorgen für reichhaltiges Entertainment, an dem so oder so kein Weg vorbei führt.


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