Für Mix und Mastering von 'The Other Side' zeigt sich kein geringerer als Kid Rock - Produzent Al Sutton verantwortlich. Offensichtliche Parallelen zwischen dem Ex-Gatten von Pamela Anderson und Tempesta lassen sich nicht nur in Sachen Produktion, sondern insbesondere bei Stücken wie Jack nicht von der Hand weisen. Die Nummer verfehlt nur haarscharf Plagiatsvorwürfe. Typisch amerikanischer Southern-Vibe trifft auf eingängigen Country Rock. Ob man die Cowboy-Lyrics in ihrer plumpen Abgedroschenheit als charmant oder anstrengend empfindet liegt ganz im Auge des Betrachters. Aufgrund der hohen Qualität kann trotz der Bedienung von Genre-Klischees kaum etwas Negatives angemerkt werden. Tempesta klingen absolut authentisch nach Texas oder Mississippi. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Burschen Schweizer sind. Country, Groove und große Popmelodien bestehen das Geschehen bei erstklassigen Songs wie 'Talk Of The Town' oder dem ruhigeren 'The Way It Is'. Das trockene Riffing und die reduzierte Instrumentierung unterstreichen das relaxte Feeling des Langspielers. Durch die Kreuzung mit Pop ergibt sich eine stimmige und ausgewogene Mixtur. Auch wenn Überraschungen ausbleiben - Tempesta wissen zu überzeugen und dürften nicht nur Rednecks gefallen.