whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin
Musikmagazin - Home whisky-soda Musikmagazin
whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin
whisky-soda Musikmagazin zur Startseite whisky-soda Musikmagazin zur Story Seite whisky-soda Musikmagazin zur Rezensionen Seite whisky-soda Musikmagazin Livekonzerte und -Interviews whisky-soda Musikmagazin Community und Forum whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin einfach mal suchen whisky-soda Musikmagazin
News   
Reviews   
Stories   
Live (WS-TV)   
WS Präsentiert   
Forum   
Facebook   
 

      registrieren  

In A Mirror Darkly
Mekong Delta
In A Mirror Darkly
(Progressive Metal)

Space Police - Defenders Of The Crown
Edguy
Space Police - Defenders Of The Crown
(Powermetal)

No Deal
Melanie De Biasio
No Deal
(Pop)

Hylas
Thomas Azier
Hylas
(Elektro-Pop)

Melana Chasmata
Triptykon
Melana Chasmata
(Doommetal)

Yav
Arkona
Yav
(Vikingmetal)

Ashes Of Joy
Memories Of A Dead Man
Ashes Of Joy
(Hardcore)

The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett
Eels
The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett
(Indie-Rock)

Anima
Otto Dix
Anima
(Dark Wave)

Ab Hier Kann Ich Allein
VAIT
Ab Hier Kann Ich Allein
(Indie-Rock)



Lou Reed -  Original Album Classics     Artist:  Lou Reed
    Album:  Original Album Classics
    Label:  Sony
    Release:  25.09.2009
   Medium:  Album
    Genre:  Alternative Diesen Artikel ausdrucken 
    Autor:  Uraniumstaub Artikel per Mail versenden 
 

Wer immer die 'Original Album Classics'-Boxen-Reihe ausheckte beweist damit, dass er überhaupt nichts verstanden hat, weder von Musik als Kunst und Kulturform, noch von den aktuellen Entwicklungen auf dem Tonträgermarkt. Was der Käufer hier für sein sauer verdientes Geld bekommt sind jeweils fünf CDs umfassende Boxen, in denen - vermeintlich - klassische Alben in Vinyl-Replika-Sleeves stecken. Angeblich, denn was in den Boxen tatsächlich drin ist, sind fünf CDs in simplen aber billigen Einfach-Papp-Hüllen ohne jegliche Infos, Lyrics, geschweige denn Klappcover.

Möchte man solche Dinge haben, wird man auf eine Seite namens www.musicmadesimple.info verwiesen, auf welcher die Lou Reed-Box beispielsweise noch gar nicht gelistet ist. Was uns Sony hier als den heißesten, unkompliziertesten Scheiß überhaupt andrehen möchte, beweist einfach nur, dass man Umsätze höher einstuft als Produkte von Musikern oder gar dem Dienst am Hörer. Denn selbstverständlich kostet eine derartig schäbige Edition in der Herstellung viel weniger als ein liebevoll aufgemachter Reissue, welcher dem Käufer ein Album TATSÄCHLICH näher bringen möchte.

Im Prinzip erinnert diese ganze Veröffentlichungs-Politik an die Grusel-Zeiten der Achtziger, als geldgeile Plattenfirmen auf unzulässige Art und Weise klassische Alben aus den Sixties, Seventies kastrierten und aufwändige Klappcover und Gimmicks über Bord warfen und die Titel als Billigpressungen in Einfachcovern mit Werbe-Innersleeves auf den Markt warfen. Derartige Platten sind heute nicht nur absolut wertlos, sondern führten letztendlich auch dazu, dass man ab den Neunzigern wieder dazu überging Reissues in Original-Ausstattung anzubieten. Denn auch wenn man sich das bei Sony vielleicht nur schwer vorstellen kann: Eine Hülle ist ein Teil des künstlerischen Ausdruckes.
Ein nicht unerheblicher, wenn man wenn an Werke wie 'Sticky Fingers' oder 'The Velvet Underground & Nico' denkt, bei denen das ikonische Artwork zentral mit dem musikalischen Inhalt verbunden ist.

Geschlafen hat man also in jedem Fall und das sogar gleich zweimal, denn: Wohin geht der Trend? Einerseits zum vom Medium völlig losgelösten MP-3-Sound, andererseits zum nobel aufgemachten Finished-Product. Der Rezipient möchte entweder gar kein Medium oder ein besonders aussagekräftiges. Mit den 'Original Album Classics' bekommt man dagegen gar nichts. Und wenn man sich Dinge wie komplette Cover eh im Netz besorgen muss, stellt sich die Frage, warum man nicht gleich auf einen Torrent gehen sollte. Wo man mit Sicherheit liebevoller zusammengestellte Soundpakete von den jeweiligen Musikern bekommt, inklusive Raritäten.

Im Prinzip ist diese Reihe ein unglaublicher Skandal, welcher den künstlerischen Ausdruck keinen Deut weniger beschneidet als illegale Downloads. Lieben Sie Musik? Dann lassen Sie die Finger weg!

Was nun aber die Musik angeht: Schon rätselhaft wie sich die Rezeption von Tonträgern im Laufe der Jahre verändern können, galten die Lou Reed-Alben ab 'The Blue Mask' seinerzeit als kreative Wiedergeburt nach einer Dekade voller widersprüchlichen und oft uneinheitlichen Arbeiten und bereiteten den Weg für den Meilenstein 'New York' von 1989, so sind sie mittlerweile ebenso wie jene Teil des Terra Incognita, welches im Gesamtwerk zwischen 'Coney Island Baby' (1976) und eben 'New York' klafft, wie eine großes, schwarzes Loch.

Diese unsägliche Box dürfte daran nichts ändern, was x-trem schade ist, da etwa die aufwändige Remaster-Disc des 1973er Sets 'Berlin' für eine Renaissance und Neubewertung dieses - zu Unrecht - ewig verteufelten Meisterwerkes führte. Ähnliches dürfte hier nicht geschehen, denn… wer braucht die vier Studio-LP's und das Live-Werk in so einer Nicht-Aufmachung? Wer braucht diese Platten überhaupt? Nun ja… 'Live In Italy' ist bestenfalls solide und nett, aber den Rest braucht im Prinzip jeder, dem der Künstler jemals irgendwas bedeutete.

Ausgehend von 'The Blue Mask' (im Sommer 1982 'Platte des Monats' im Musikexpress) beginnt Reed damit, eher - und folgendes bitte in SEHR grossen Anführungszeichen - 'autobiographische' Texte zu schreiben und die Musik wieder mehr an schlichtem aber knochentrockenem Rock zu orientieren. Kein Zufall, dass das Cover eine Brücke in die Vergangenheit schlägt, erneut Mick Rocks Photo vom 1972er Klassiker 'Transformer' aufgreift und die LP Delmore Schwarz gewidmet ist - wie seinerzeit ein Song auf dem Debüt von The Velvet Underground. Sich von Richard Hell den legendären und leider verstorbenen Feedback-Gitarristen Robert Quine zu leihen war ebenfalls nicht die schlechteste Idee.

'Legendary Hearts' ist vielleicht Reeds sanftestes Werk und lebt von Fernando Saunders warmem Bass, 'New Sensations' bietet modernen R N B und 'Mistrial'… tja… 'Mistrial' leidet trotz guter Songs ein wenig unter einer Eighties-Produktion. Man merkt: Hier muss sich was ändern. Und so geschah es: Nach drei Jahren Funkstille kam 'New York' und alles war anders! Aber nicht unbedingt besser!

Wertung: Edition 6-
Musik: 2+



  WS-Bewertung: o.B. User-Bewertung: 4 Deine Bewertung:
0 Kommentare vorhanden Anmelden und mitmachen!
 
Deine Kritik oder dein Kommentar zu
Lou Reed - Original Album Classics
Meinungsbox
Du bist eingelogged als Anonymous
hier deinen Eintrag abschicken


Kurzinfos: Lou Reed

Interesse?

Homepage:
- offizielle Seite

Rezensionen:
- Original Album Classics
- Lulu

Kurzinfos: The Velvet Underground


whiskey-soda RSS Feed

FACEBOOK

whiskey-soda auf twitter

CD des Monats 04/14
Gamma Ray - Empire Of The Undead
Gamma Ray - Empire Of The Undead


alle Reviews hier



   
Seite/ Inhalt gefällt mir
whiskey-soda als Bookmark bei: Mr. Wong whiskey-soda als Bookmark bei: Webnews whiskey-soda als Bookmark bei: Facebook whiskey-soda als Bookmark bei: Icio whiskey-soda als Bookmark bei: Linkarena whiskey-soda als Bookmark bei: Favoriten whiskey-soda als Bookmark bei: BoniTrust whiskey-soda als Bookmark bei: Favit whiskey-soda als Bookmark bei: Linksilo whiskey-soda als Bookmark bei: Readster whiskey-soda als Bookmark bei: Folkd whiskey-soda als Bookmark bei: Yigg whiskey-soda als Bookmark bei: Digg whiskey-soda als Bookmark bei: Del.icio.us whiskey-soda als Bookmark bei: Reddit whiskey-soda als Bookmark bei: StumbleUpon whiskey-soda als Bookmark bei: Blinklist whiskey-soda als Bookmark bei: Technorati whiskey-soda als Bookmark bei: Newsvine Information


Home | News | Stories | Reviews | Live | Forum | Community | Impressum | B2B

Newsarchiv | Storyarchiv | Reviewarchiv

1995-2013 © whiskey-soda.de