'Cabaret Syndrom' ist der insgesamt fünfte Output der italienischen Zweimanncombo Oniric, bestehend aus Carlo De Filippo und Gianvigo, mal wieder unter Mitwirkung von Gastsängerin Simona Giusti. Musikalisch kann man das erste Full-Length-Album etwa darunter einordnen, was der Albumtitel auch verspricht: klischeehafte, quetschkommodengetragene, düster-melancholische Lieder aus dem Paris der Zwanziger Jahre wahlweise englischen oder französischen Texten. Vom Arrangement her etwa wie Yann Thiersens Soundtrack zu 'Die Fabelhafte Welt Der Amelie', weniger repetitiv, stellenweise synthetischer. Ein paar hübsche Lieder finden sich auf dem Neun-Tracker, eigentlich ausnahmslos. Das ist doch mal ein Kaufargument! Allerdings muss man dazusagen, dass Tempo und Atmosphäre stets die gleichen sind. Einzig das tänzerische 'Ophelia's Portrait' sticht da etwas heraus. Das macht das Album nicht langweilig, aber eben sehr berechenbar. Dennoch sind die Lieder zu gut, um das als eintönig zu bezeichnen. Schön für zwischendurch, denn nach einer halben Stunde ist auch schon wieder Schluss.