Der Name klingt zwar wie der Frosch aus der Budweiser-Werbung, aber er lässt andererseits erahnen, wo diese Band herkommt oder nach welcher Herkunft sie klingen will: den Südstaaten. Dieser umwegige erste Satz von mir dient als Vorlage für die Feststellung, dass der Name hier Programm ist. Das originell betitelte Drittwerk 'Rock This Country' trieft nämlich quasi vor Southern Rock. Der brummige Opener 'Lady' und der Goodtimer 'Helluva Night' ziehen den Hörer förmlich in die Sümpfe Floridas. Und Songtitel wie 'Double Or Nuthin'', 'Six Tons' und 'American Man' lassen keine Zweifel daran, dass wir es hier mit den selbsternannten Nachfolgern Lynyrd Skynyrds und Molly Hatchets zu tun haben. Piano-Akkorde aus dem Lehrbuch und geschmeidige Gitarrensoli sorgen für bestes Südstaaten-Flair, die Bärenstimme von Frontmann Gig Michaels besorgt den Rest. Bluesig geht's zu bei 'Good God', das mit groovigem Refrain Spaß macht. Witzig auch die Hymne über das Vergessen: 'Stoned'. Der Refrain hört sich an, als würde ihn ein benommener Männerchor singen, was durchaus stimmen könnte. Da kann man sich ein Grinsen nicht verkneifen. Man muss es noch mal aussprechen: SwampDaWamp. Genauso klingt diese Band auch. Eine vergnügliche Southern-Rock-Walze, die man am besten in einer verrauchten Kneipe ohne Klimaanlage hört, während draußen die Grillen zirpen. Mit einem Whiskey in der Hand. Da macht es dann auch nix, dass es keine Überraschungen gibt und der eine oder andere Song vollkommen belanglos ist. SwampDaWamp drüber. Noch breiter wird das Grinsen übrigens beim Besuch auf der offiziellen SwampDaWamp-Website. Dort wird man nämlich direkt zur 'Simple Man Cruise' eingeladen, einer von Lynyrd Skynyrd initiierten Kreuzfahrt (dem immer populärer werdenden Konzert-Event im Rock- und Metal-Genre), bei der auch SwampDaWamp im wahrsten Sinne des Wortes an Bord sind. Hell yeah!