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Rolling Stones -  Get Yer Ya Ya's Out - Deluxe Version     Artist:  Rolling Stones
    Album:  Get Yer Ya Ya's Out - Deluxe Version
    Label:  Universal
    Release: 
   Medium:  Album
    Genre:  Garage-Rock ausdrucken 
    Autor:  Uraniumstaub empfehlen/teilen 
 

Gewinner in der Rubrik 'Bestes Live Album der Rolling Stones' zu sein ist ein wenig so als würde man zum 'Besten Spieler' gekürt werden. Bei Hertha BSC. Was immer die Stones auch sonst so hinbekommen haben: Eine über alle Zweifel erhabene (offizielle) Live-Aufnahme gehört definitiv nicht dazu. Von daher eigentlich fast schon wieder konsequent, dass diese mit großem Wirbel angepriesene 'Get Yer Ya Ya's Out – 40th Anniversary Edition' vor allem eins ist: Ein weiteres Beispiel für Abzocke von Käufern. Was man hier nämlich für eine Menge Geld auf drei CDs und einer DVD (oder für noch mehr Geld auf drei CDs, einer DVD und drei LPs) angeboten bekommt ist vor allem eins: Platzverschwendung. Oder sollten die Damen und Herren von der Plattenfirma einfach den Titel ZU wörtlich genommen zu haben?

Wie man ein klassisches Live-Album sinnvoll aufpimpt bewiesen vor Jahren die Deluxe-Versionen von 'Live At Leeds' (The Who) und 'No Sleep Till Hammersmith' (Motörhead), bei denen man nahezu die kompletten dokumentierten Gigs über zwei randvolle CDs verteilte. Werfen wir also einen Blick auf dieses neue, zugegebenermaßen sehr opulent verpackte Set: Dass Disc Eins lediglich das zehn Track Album in remasterter Form enthält (und damit 30 Minuten der potentiell möglichen Spielzeit verschenkt) könnte man um zehn Ecken herum durchaus noch als Bemühen um historische Authentizität erklären. Spätestens jedoch wenn man auf der zweiten CD schmale FÜNF Bonusstücke bei einer Laufzeit von 19 (!!!) Minuten findet, fängt man an sich zu wundern. Das hätte nämlich mehr als locker noch als Appendix auf den ersten Silberling gepasst. Völlig absurd wird die Nummer dann aber, wenn man zu CD Numero Drei vordringt (was man ja innerhalb von knapp 67 Minuten schafft ;-): Hier finden sich satte zwölf Stücke. Von… BB King und… Ike und Tina Turner???!!

Das ist der Moment, in welchem der Blick aufs Cover fällt, wo groß und deutlich Rolling Stones prangt (und nicht etwa 'Rock N Roll Circus' oder so). Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Der Fan wird zur Kasse gebeten (und das nicht zu knapp) um fünf Extra-Stücke der Stones und zwölf der Opening Acts jener 1969er Shows zu erstehen. Verstehen muss ich das nicht, oder? Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass für 'Get Yer Ya Ya's Out' drei komplette Konzerte aufgezeichnet wurden, sich in den Archiven also noch jede Menge Material befunden hätte. Sinnvollerweise hätte man also entweder eine Einfach-CD mit Bonustracks oder eben ein Triple-Set gemacht, welches dann aber randvoll mit weiteren Stones-Stücken ist. Und für den Super-Fan meinetwegen auch noch das Mega-Set mit den Vorbands.

Was nun die Musik selber angeht: Die Auftritte von BB King und dem Ehepaar Turner sind selbstverständlich interessant und sogar überraschend gelungen, nur ist dies nun mal ein Tonträger der Rolling Stones. Diese sind bei den hier dokumentierten Gigs allerdings auf der Höhe ihres Spieles, Brian Jones Tod liegt erst ein paar Wochen zurück, Mick Taylor ist bereits fest installiert und duelliert sich mit Keith Richards auf eine abgefuckte, heroingetränkte Art und Weise wie Ron Wood das ab 1975 niemals konnte. Kritiker Ikone Lester Bangs bezeichnete 'Get Yer Ya Ya's Out' 1970 bei seinem zeitgenössischen Review im Rolling Stone prompt als 'vielleicht beste Rock'N Roll Show, die je aufgezeichnet wurde' und sagte der Band eine glorreiche Zukunft in den Siebzigern voraus. Wie wir heute wissen kam es dann leider anders, die Stones steigerten sich bis 1972 ins Stellare und gaben danach die Parole 'It's Only Rock N Roll But I Like It' heraus, an der sie bis heute eisern festhalten. Rückblickend gehört ist 'Get Yer Ya Ya's Out' dann doch nicht ganz SO gut, ein großes Plus ist der relativ krude Sound: Während The Beatles 1969 schon längst keine Konzerte mehr gaben, scheuten die Stones nicht davor zurück, auch auf den großen Bühnen schief und schmutzig zu klingen. Die Versionen sind gut bis sehr gut, seinen Studio-Zwilling zu übertrumpfen gelingt allerdings nur 'Midnight Rambler', welches hier in einer regelrecht dämonischen Fassung erklingt und wie ein spukhaftes Menetekel des Altamont-Alptraumes ertönt, welcher nur eine knappe Woche danach passierte und zusammen mit Mansons Tate-, LaBianca-Morden im August die Totenglocke für die Träume und Ideale der Sechziger läutete. Wie eine düstere Wolke schwebt es aus den Boxen und kreist unheilvoll im Raum. Das ist der essentielle Moment dieser LP und ein bedeutendes historisches Dokument: Bei den Aufnahmen am 28.11.1969 ahnte es noch niemand, bei der Erstveröffentlichung am 04.09.1970 war es untrennbar mit den Stones und den Sixties verbunden. Kurz danach waren Jimi Hendrix und Jim Morrison tot, die erste Black Sabbath erschien und es folgten Paranoia und der Junkie als festes Personal im Straßenbild der großen Städte. Bis die Achtziger die schöne Fassade wieder restaurierten. Mit sehr gemischten Resultaten ;-)

Trotzdem wäre es besser gewesen sich auf ein Konzert zu konzentrieren, wobei man fairerweise zugeben muss, dass das Live-Doppel-Album als obligatorisches Tour-Souvenir 1970 noch ein bis zwei Jahre in der Zukunft lag. Genau diesen Misstand hätte diese Deluxe-Ausgabe korrigieren können und sollen. Die Bewertung fällt schwer: Die Verpackung ist eine Eins, die Musik eine Zwei, Preis und Repertoirepolitik eine glatte, satte Fünf. Macht unterm Strich… sagen wir… eine 3 Plus?



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