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Katatonia -  Night Is The New Day     Artist:  Katatonia
    Album:  Night Is The New Day
    Label:  Peaceville
    Release:  06.11.2009
   Medium:  Album
    Genre:  Progressive Metal ausdrucken 
    Autor:  kaffee_junky empfehlen/teilen 
 

Der Herbst liegt bleiern über der nächtlichen Stadt. Draußen, in dieser unwirtlichen Welt, scheint das Leben erstarrt zu sein. Jede Regung wirkt störend, jede Spur von Aktivität unnatürlich. Da draußen gibt es nichts. Da draußen darf es nichts geben! Als einzige Konstante akzeptieren wir die betäubende Leere, welche der sterbende Sommer hinterließ. In solchen Stunden kommt es bei einigen Anhängern der schwermetallischen Fraktion zu einer sonderbaren Metamorphose. Ihre eben noch gefeierten Grindcore-Scheiben stürzen sie plötzlich in den wohlverdienten Winterschlaf. Denn für die nächsten Monate, in denen die Nacht über den Tag regiert, werden bereitwillig weitaus düsterere, ja gar doomige Spielweisen auf den Thron der heimischen Playlisten gehoben. Ganz weit oben, als unangefochtene Monarchen des nahenden Winters, könnten in diesem Jahr vielleicht Katatonia Platz nehmen. Mit 'Night Is The New Day', dem Nachfolger zum 2006er Meisterwerk 'The Great Cold Distance', offerieren sie doch zumindest einen treffend betitelten Beitrag für die Zeit der Schatten.

Vergessen wir nun ein für alle Mal den Lärm der lebensfrohen Wochen, um uns ganz der aufrecht unkitschigen Dunkelheit zu widmen. Mit seinem Opener 'Forsaker' weckt das achte Studioalbum der Schweden vor allem eins: Die Erinnerung daran, wie intensiv 'The Great Cold Distance' zu fesseln wusste. Das Stück hätte Dank anfänglicher Kälte und anhaltender Intensität auch im Jahr 2006 problemlos seine Berechtigung gefunden. Zwei Minuten lang gönnen uns Katatonia ihren Rückblick auf den Vorgänger, bevor sie mit Gitarren, die direkt von Opeths 'Damnation' hätten stammen können, die Tür zur Gegenwart aufstoßen. Etwas hat sich geändert, auch wenn es sich noch nicht benennen lässt.

'The Longest Year' führt das Spiel fort. Gefühlvolle Parts mit der herrlich bedrückten Stimme Jonas Renkses werden überrollt von der Macht eindrucksvoll produzierter Riffs. Renkse trotzt einem Sturm, singt dagegen an und man spürt das kaum unterdrückbare Verlangen mit ihm zu kämpfen. 'Idle Blood' macht nun endlich hörbar, was vorher nicht zu definieren war. Der Fortschritt bekommt ein Gesicht, denn die Zeit der großen kalten Distanz gehört tatsächlich der Vergangenheit an. Kurz gesagt: Hier findet sich ohne Diskussion der bewegendste Part des kompletten Albums. Nie schienen Katatonia 'wärmer'. Nie verletzlicher. Akustik-Klampfen, behutsamer Gesang und wunderschöne Melodien: diese ausschließlich weichen, beinahe fragil erscheinenden Töne lassen uns abtauchen in das offene Herz einer sonst verschlossenen Seele. 'Onward Into Battle' drückt wieder deutlich stärker auf die Tube. Was bleibt, ist jedoch die bereits erwähnte Wärme. Hier beweist sich, dass die Härte großer Töne nicht im Widerspruch zu emotionaler Nähe stehen muss.

Sind die Analyse-Fronten schließlich geklärt, funktionieren die restlichen 32 der 48 Minuten so unglaublich gut, dass die Dauerrotation zum geringsten Übel der chronischen Begeisterung wird. Ob nun das hypnotische 'The Promise Of Deceit', das doomig melancholische 'Nephlim', oder die zweite stille Nummer 'Inheritance': sie alle fügen sich enorm glaubwürdig ins Gesamtkonzept ein und zeigen eine Band, die in den vergangenen drei Jahren nochmals über sich hinaus wachsen konnte. Die bestehende Gefahr der Verweichlichung wurde durch Authentizität niedergeschmettert, die Bedrohung der Selbstkopie durch eine erstaunliche Erweiterung der eigenen Emotionspräsentation.

Ob es sich bei 'Night Is The New Day' tatsächlich um das bislang stärkste, mitreißendste und aufrichtigste Werk der Kapelle um Sänger Renkse und Gitarrist Nyström handelt, muss natürlich von Fall zu Fall entschieden werden. Klar dürfte jedoch sein, dass sich die Zustimmungen häufen sollten. Wer mit Voranschreiten der Bandentwicklung immer näher zu Katatonia fand, könnte hier seinem persönlichen Höhepunkt und einem würdigen Anwärter auf das Album des Jahres 2009 begegnen.

Nacht ist der neue Tag. So will es das Gesetz!


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