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Overkill -  Ironbound     Artist:  Overkill
    Album:  Ironbound
    Label:  Nuclear Blast
    Release:  29.01.2010
   Medium:  Album
    Genre:  Thrashmetal ausdrucken 
    Autor:  The Wendigo empfehlen/teilen 
 

Grün und Schwarz - das sind Overkills Farben. Nur ist es leider so, dass aus dem satten Grün und dem tiefstem Schwarz, die 1991 vorherrschten, nach und nach in 20 Jahren ein trübes Schmutzgrau und ein ekliges Mint wurden.

Das letzte Overkill Album, das zurecht als Klassiker bezeichnet wird, ist 'Horrorscope'. Danach wurden die Jungs aus der Bronx immer schlechter - leider. Bei zehn bis zwölf Songs pro Album waren auf den 90er Jahre-Alben wie 'W.F.O.' oder 'The Killing Kind' meistens sechs bis acht Songs noch sehr gut, der Rest war Füllmaterial. Dieser Trend setzte sich fort bis zu Alben wie 'Killbox 13' und 'ReliXIV", auf denen je noch höchstens ein passabler Song stand, der Rest war einfach nur schlechtes Geschredder von alten Männern, die es offensichtlich Midlife-Crisis-geschwängert nötig hatten, allen zu beweisen, was für modernen Krach sie machen können - und darüber hinaus jede Coolness, jedes Riffing vermissen ließen.

Da ließ immerhin das letzte Album der Jungs um Bobby Blitz aufhorchen. Mit 'Overkill V - The Brand' stand ein Stück auf 'Immortalis', das nahtlos an glorreiche alte Zeiten anknüpfte. Der geflügelte Schädel schien sich zu regen. Zwar wirkte eine Textzeile wie 'Remember where you came from / and that you wear the brand' im Angesicht dessen, dass Overkill selbst dies über Jahre vergessen zu haben schienen, wie ein Hohn - aber immerhin.

Nun haben wir 2010 - 'Dawn Of the Deca(y)de' mal wieder, wie schon 1990, als Overkills grandioses Album 'The Years Of Decay' das Licht der Welt erblickte. Ganz an diesen Meilenstein der Metalgeschichte heranreichen tut 'Ironbound', das neue Werk, nicht. Aber dennoch... mit 'Ironbound' ist der geflügelte Schädel wieder erwacht. Man fühlt sich wieder wie 1991, 'Ironbound' hat die Qualität, all den Unfug der vergangenen 15 Jahre vergessen zu machen. Schon nach 20 Sekunden und den typisch finsteren Overkill'schen Gitarrenintros weiß man: Da macht jemand noch einmal ernst.

Von Peter Tägtren monströs gut produziert, der Bass von D.D. Verni so gut herausgearbeitet wie schon ewig nicht mehr, mit treibendem Riffing und fettem Gestampfe, das in derbstes Oldschool-Thrashgehacke übergeht, pustet 'The Green And Black' über den geneigten Hörer hinweg, dass ihm der Mund offensteht. Bobby Blitzens Organ ist wieder genauso gut wie früher, der Sound zwar technisch up to date, aber irgendwie an eine Mischung aus 'Under the Influence' und 'Horrorscope' erinnernd - modernisiert und ohne den 1990er-Schrottklang.

Gerocke und Highspeed-Gethrashe wechseln sich bei dem coolen 'Give A Little', eine Art 'Fast Junkie', ab und der Titelsong 'Ironbound' rifft sich in äußerster Coolness und mit Ohrwurmcharakter durch sechseinhalb Minuten Thrash der höchstmöglichen Qualität. 'All my Friends are green and black.' Jawohl!

Am stärksten sind Overkill immer noch dann, wenn es richtig auf die Mütze gibt ('Bring Me The Night' - offizieller Nachfolger von 'Hello From The Gutter') und wenn das Tempo gedrosselt wird ('The Goal Is Your Soul' und 'The Head And Heart' - echte Hits, beste Songs des Albums und so in der Form am meisten an 1990 erinnernd).

Jeder Song ist ein Highlight, es gibt im Gegensatz zu den letzten 10 Jahren höchstens einen Song, der als Füllmaterial durchgeht (das etwas belanglose 'In Vain'). Das abschließende 'The SRC' ist ein wunderbarer Rausschmeißer und irgendwie auch Hoffnung für noch mehr gute Songs auf dem nächsten Album. Auch wenn keiner weiß, was ein 'Subterranean Resistance Cult' wohl sein mag...

Nur eines fehlt, und das ist der einzige Kritikpunkt an einem sonst fantastischen Album. Jungs, wo ist die Slowmotion? Songs wie 'Skullkrusher', 'Nice Day For A Funeral', 'Horrorscope', 'Burn You Down To Ashes' - auch die dürften gerne mal ein Revival erleben. Das Gekloppe und die Coolness haben sie wieder drauf. Nun fehlt die schädelbrechende Finsternis, und Overkill sind wieder bei 100 Prozent. Keine schlechte Leistung nach dem Totalabsturz der letzten zehn Jahre.


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Overkill - Ironbound
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- Overkill

Artikel:
- Overkill - Vorwärts in die Vergangenheit
- Overkill - Schädelbrechen wie zu besten Zeiten

Rezensionen:
- Wrecking Everything
- Hello From The Gutter - The Best Of Overkill
- Kill Box 13
- Wrecking Everything - An Evening In Asbury Park
- ReliXIV
- Immortalis
- Ironbound
- The Electric Age
- White Devil Armory
- The Grinding Wheel


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