Das 15. Studioalbum des Solokünstlers Richard Starkey, besser bekannt als Ringo Starr, ist eine ziemlich bunte Stilmischung, die stets im Rock'n'Roll-Genre beheimatet bleibt. Für die Aufnahmen hat sich der Beatles-Schlagzeuger zahlreiche, ebenso vielseitige Gastmusiker ins Studio geholt, darunter Starproduzent Don Was, Eurythmics-Gitarrist Dave Stewart, 80er-Rockposer Billy Squier und Soulröhre Joss Stone. Der Song-Zehner startet mit dem groovigen Oldschool-Rocker 'Fill In The Blanks', einem Duett mit Eagles-Gitarrist Joe Walsh. 'The Other Side Of Liverpool' ist ein Gruß an die Menschen, die Ringos Kindheit und Jugend geprägt haben. Ebenfalls aus Liverpool, steuert Ringos verbleibender Beatles-Kollege Paul McCartney den Bass beim gefälligen 'Peace Dream' bei, in dem Ringo musikalisch auf den Spuren von John Lennon ('Imagine') wandelt und den verstorbenen Kollegen auch besingt. Gemeinsam singen sie die wirklich gelungene Ballade 'Walk With You', die als erste Single ausgekoppelt wurde. Das lässige 'Everyone Wins' dürfte Ringo-Fans bekannt vorkommen. Es wurde ursprünglich 1992 als B-Seite veröffentlicht und für 'Y Not' neu aufgenommen. Bei der netten Nachtballade 'Mysteries Of The Night' taucht mit Richard Marx ein fast verschollener Superstar der 80er Jahre als Backgroundsänger auf, der auch am Songwriting mitgewirkt hat. Auch diese Nummer verbreitet eine angenehme Wohlfühl-Atmosphäre. Saitenlegende Edgar Winter spendet nicht nur die Gitarrenklänge für 'Can't Do It Wrong', sondern glänzt auch am Saxophon bei 'Who's Your Daddy'. Die coole Nummer setzt nicht zuletzt dank der beeindruckenden Stimme von Joss Stone einen rockenden Schlusspunkt unter das gut halbstündige Werk. Ringo Starr gelingt das Kunststück, vielseitige und unterschiedliche Songs zu einer homogenen Mischung zu vereinen, die wirklich Spaß macht und nie langweilt. Das Album durchzieht auch in sentimentalen Passagen eine positive Stimmung, die für gute Laune sorgt. Viele Künstler beteuern, wie viel Spaß sie bei den Aufnahmen ihrer Werke haben. Beim fast 70jährigen Ringo kann man es wirklich hören. Warum auch nicht?