Nachdem er vor Jahren bereits ein komplette Platte dem niederländischen Junkie-Künstler Herman Brood widmete folgt nun eine über… Sex?! Seine dritte Dekade im Rampenlicht läutet der Frontmann der Pixies mit einem typischen Black Francis-Album ein. Zählt eigentlich noch jemand mit? Das alte Problem: Die Band liegt auf Eis, der Songwriter geht solo und… irgendwie fehlt ihm der kreative Funke, die Reibung, welche im Studio entsteht und aus guten Ideen überragende Songs macht. In diesem Sinne hat Frank große Ähnlichkeit mit Morrissey, die Solo-Alben kommen in schöner Regelmäßigkeit, sind mal besser mal schlechter und niemals so gut wie der Output des ehemaligen Mutterschiffes. Nun also 'Nonstoperotic'. Elf Song über Sex von denen fünf von jedem anderen Black Francis-Werk stammen könnten. Mindestens. Die anderen sind nett, richtig umwerfend sind nur 'Rabbits' und 'Cinema Star', denn hier zeigt der Musiker, dass er immer noch mehr als solide Handarbeit drauf hat. Wenn er möchte. Zum Glück gibt es einen gravierenden Unterschied zwischen Morrissey und Frank Black. The Smiths sind tot, die Pixies dagegen zumindest in der Konzert-Arena sehr lebendig. Könnte der Mann bitte seine Mitspieler zu neuen Studioaufnahmen überreden? Und Steve Albini anrufen?