Mit der Kombination aus Stoner und Thrash Metal haben sich Bison B.C. einen festen Namen im (noch) überschaubaren Genre des Stoner Metals erarbeitet. Das liegt nicht nur an der Mischung der beiden Stile, sondern an der Portion Rotzigkeit plus Sludgeriffs, die an einen Vollrausch in Kombination mit heißem Wüstensand denken lassen. Nach anderthalb Jahren legen Bison B.C. mit einem weiteren Album nach, das entgegen aller Befürchtungen, keine Wiederholung von 'Quiet Earth', sondern eine deutliche Weiterentwicklung ist. Stellvertretend dafür stehen die ersten beiden Songs, die ein breites Spektrum an Variationen von Sludge- und Stoner Metal beinhalten und mit vielen Breaks durchzogen sind. So beginnt 'Stressed Elephant' ruhig und lässt auf dem Introhöhepunkt Trompeten einfließen, die eine melancholische Aura ausstrahlen. Doch nach dem ersten Break scheint alles beim alten zu sein: Ein Wechsel aus schnellen und langsamen Sludgeriffs, die mit vielen Hooks arbeiten und Gebrüllarbeiten. Dennoch bewegt sich die Band nicht im Kreis des Strophe-Refrain-Schemas und beendet den Song mit einem Bluespart auf der Akustikgitarre. Solche finden sich immer wieder und unterstreichen die musikalischen Wurzeln der Band. Der zweite Song ist eines der Highlights. In 'Fear Cave' spielen Bison B.C. ihren einzigen Doompart und vollziehen eine Art Countdown bis sich das Stück in einem schnellen Thrashpart entlädt. Nach diesem verfällt die Band wieder in ihr typisches Sludgemetalschema. Eine solche Kombination hat es auf dem Vorgänger nicht gegeben, weshalb der Band immer wieder eine Weiterentwicklung bescheinigt werden kann. Auch wenn das schon oben erwähnt wurde, so ist es einfach nicht zu fassen, dass eine Band mit dem zweiten Album solche ein Werk veröffentlicht, dass den Vorgänger locker überbietet. Vielleicht liegt es daran, dass Bison B.C. selber Fans des eigenen Genres sind und dieses an jeder Ecke zitieren können. Damit scheint es, als würde sich 'Dark Ages' ein eigenes Post-Stonermetal-Genre schaffen.