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Madsen -  Labyrinth     Artist:  Madsen
    Album:  Labyrinth
    Label:  Universal / Vertigo
    Release:  23.04.2010
   Medium:  Album
    Genre:  Indie-Rock ausdrucken 
    Autor:  Buk23 empfehlen/teilen 
 

Man könnte fast sagen: Madsen gehen immer dahin, wo es weh tut. Nach ihrem Garagenluft atmendem Debüt versuchten sie sich mit dem Zweitwerk 'Goodbye Logik' am glatten Edel-Pop; die dritte Platte 'Frieden Im Krieg' griff Motive aus Gröhl-Punk und Boller-Hardcore auf. 'Labyrinth', das vierte Album in sechs Jahren, schießt nun aber den Vogel ab: 'Stadionrock' heißt das Leitmotiv, das sich Madsen diesmal auf die Fahnen geschrieben haben. So ist für den ein oder anderen, der purem Kitsch auch in leicht ironisch gebrochener Form rein gar nichts abgewinnen kann, das neue Madsen-Album schon nach den ersten dreißig Sekunden gelaufen. In denen erwartet den geneigten Deutschrock-Fan nämlich das Synthie-Falsett-Intro der sechsminütigen Queen-Hommage 'Labyrinth', die tatsächlich nur mit viel gutem Willen zu überstehen ist. Klar, der Madsen-Stil bleibt auch in dieser Verkleidung unverkennbar; trotz allem Drumherum gibt es auch hier immer noch die typisch hymnischen Refrains, die simplen aber mitreißenden Texte und nach vorne preschenden Gitarren. Wozu dann aber die ganze Schminke, der ganze Ballast, wenn man Madsen doch letztlich sowieso nur für die Tugenden ihres ersten Albums schätzt?

Was sich schon bei Album Nummer zwei und drei aufdrängte, wird auch auf 'Labyrinth' wieder deutlich: Madsen sind ständig um Erneuerung ihres Stils bemüht, vermögen aber in ihren 'klassischen' Momenten immer noch am meisten zu überzeugen. Ein bisschen schäbig fühlt man sich bei dieser Feststellung, fordert man doch sonst von jeder anderen Band, sich von Album zu Album weiterzuentwickeln; Madsen hingegen scheinen die 'Verfremdungen' ihres simplen musikalischen Grundgerüsts nicht unbedingt zu bekommen. So ist man auch im Fall der neuen Platte erleichtert, wenn sich Track 3 ('Das Muss Liebe Sein') als grandiose Adrenalin-Spritze alter Madsen-Schule erweist.

Es lässt sich auf der anderen Seite aber auch nicht leugnen, dass der hymnische Pathos-Rock von 'Labyrinth' der Band aus dem Wendland um einiges besser steht als die merkwürdige Hardcore-Metal-Punk-Mixtur des letzten Albums. Die fett produzierten Stücke verleihen Sebastian Madsens eingängigen Texten in ihren besten Momenten zusätzliche Ausdruckskraft und Nachdrücklichkeit (z.B. 'Moped'), in den schlechten Momenten allerdings drohen die Songs in unfreiwillig komischen Herzschmerz-Kitsch abzurutschen (vor allem 'Zwischen Den Zeiten'). Generell liefert der Frontmann wieder deutlich pointiertere Texte ab als auf dem rein textlich streckenweise peinlichen 'Frieden Im Krieg': In 'Berlin' baut er seine ambivalente Haltung zur hauptstädtischen Wahlheimat aus, 'Lass Die Liebe Regieren' hingegen überzeugt trotz plattem Titel und Grönemeyer-Referenzen durch die für Madsen typische einfache Ehrlichkeit. Zwiespältig bleibt 'Obenunten', das Duett mit der neuen Dame am Keyboard. Der harmonischen Wirkung der zuckersüßen Melodie (die recht dreist bei Elton John's 'Sorry Seems To Be The Hardest Word' klaut) kann man sich zwar kaum entziehen, der Text kratzt allerdings hart an dümmlicher Grundschul-Lyrik.

Fest steht, dass man für 'Labyrinth' eine Menge Humor mitbringen muss, um die Stadionrock-Referenzen so wie von der Band beabsichtigt mit einem zwinkernden Auge zu betrachten. Die anfängliche Abneigung weicht dann bald der kleinlauten Erkenntnis, dass Madsen tatsächlich das Beste aus dieser eher peinlichen Musikrichtung abgeschöpft haben und es irgendwie schaffen, ihren eigenen Stil in dieses fremde Universum zu transportieren. Bezeichnenderweise ist der beste Song des Albums dennoch der halsbrecherische Wutklumpen 'Blockade'. Was mag nun als nächstes kommen? Bitte keine Techno-, Country- oder Gothic-Version des Madsen-Stils!


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Rezensionen:
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Kurzinfos: Queen

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