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Nevermore -  The Obsidian Conspiracy     Artist:  Nevermore
    Album:  The Obsidian Conspiracy
    Label:  Century Media
    Release:  28.05.2010
   Medium:  Album
    Genre:  Progressive Metal ausdrucken 
    Autor:  Antal empfehlen/teilen 
 

Fünf Jahre Warten haben endlich ein Ende - Nevermore, deren führende Köpfe Warrel Dane und Jeff Loomis in der Zwischenzeit jeweils ein Soloalbum herausbrachten - veröffentlichen 'The Obsidian Conspiracy'. Der Vorgänger 'This Godless Endeavor' war ein von Fans und Presse gleichermaßen gehuldigtes Meisterwerk. Die allerschnellsten Albumproduzenten waren die Metaller aus Seattle noch nie, aber vielleicht haben sie ja doch ein wenig mehr Druck als sonst verspürt, einen würdigen Nachfolger abzuliefern.

Bislang scheinen die Meinungen etwas auseinander zu gehen, aber meine Einschätzung lautet: 'The Obsidian Conspiracy' reiht sich selbstbewusst neben 'Dead Heart In A Dead World' und 'This Godless Endeavor' als ein Highlight des an Höhepunkten wahrlich nicht armen Oeuvre Nevermore's ein. Was einige Nevermore-Diehard-Fans beim neuen Studiowerk ihrer Helden vielleicht etwas stutzig werden lässt, ist die sanfte Kurskorrektur, die man im Sound der Band vernehmen kann. Die ersten beiden Songs - der etwas unspektakuläre Auftakt 'The Termination Proclamation' und das gute, recht eingängige 'The Poison Throne' - bewegen sich noch recht unauffällig im Fahrwasser des auf den Vorgängeralben kultivierten Stils. Bei dem hypnotischen 'Moonrise (Through Mirrors Of Death)' ist das typische Jeff Loomis-Shredfest noch deutlich zu vernehmen, doch beginnt hier das Album erst so richtig. Und nach über einem Dutzend Durchläufen hat sich der erste Eindruck bestätigt: 'The Obsidian Conspiracy' atmet den Geist von Warrel Dane's exzellentem Soloalbum 'Praises To The War Machine'. Was heißen soll, dass sich Jeff Loomis mit seinen Gitarren-Eskapaden etwas zurücknimmt (aber immer noch jede Menge beeindrckende Riffs und Licks auspackt) und bei vielen Songs Warrel Dane und dessen mesmerisierenden Gesangsmelodien mehr Raum lässt.

Das immer wieder Haken schlagende, unheimlich komplexe und dennoch ins Ohr gehende 'And The Maiden Spoke' entwickelt sich mit dieser 'neuen' Herangehensweise zu einem erinnerungswürdigen Progressive/Thrash Metal-Meisterwerk. Mit dem sofort auf den Punkt kommenden und mit einem süchtig machenden Refrain glänzenden 'Emptiness Unobstructed' schließt sich gleich der nächste zukünftige Genre-Klassiker an. Diese beiden Songs - geschickt hintereinander gesetzt - spannen in neuneinhalb Minuten den ganzen Kosmos von Nevermore anno 2010 auf. Wer aufgrund der heißgeliebten Vorgängeralben vielleicht zu sehr in seinen eigenen Erwartungshaltungen gefangen ist, kann damit sicherlich ein paar Anpassungsprobleme haben - für sich genommen ist 'The Obsidian Conspiracy' aber ein 45-minütiges Meisterwerk, das aufzeigt, was im 'klassischen' Heavy Metal auch 30 Jahre nach 'British Steel' noch alles möglich ist.

Die sanfte, aber (typisch Nevermore) natürlich mehr nach Nervenheilanstalt statt grüner Wiese klingende Ballade 'The Blue Marble And The New Soul' setzt die auf Warrel Dane's Stimme fokussierte Wanderung hochkarätig fort. Jeff Loomis-Fans können bei 'Without Morals' wieder aufatmen; hier werden die Kontraste zwischen sehr hartem Power/Thrash Metal einerseits und Melodieverliebtheit andererseits wieder sehr schön gegeneinander ausgespielt. Und der Solo-Mittelteil, bei dem Jeff mal wieder von der Leine gelassen wird, vergisst auch zu keiner Sekunde sein harmonisches Grundgerüst. Lediglich das schleppende 'The Day You Built The Wall' will nicht so recht zünden, ist aber immer noch ein guter Song und in der Dramaturgie des Albums gekonnt platziert. Doch irgendwie wartet man hier ständig auf einen Ausbruch oder einen Abzweig, der aber nicht kommen will.

'She Comes In Colors' zeigt Nevermore in den ersten anderthalb Minuten wieder von der ruhigen Seite und betont das gefühlvolle Element von Jeffs Gitarrenspiel, bevor die Regler nach oben geschoben werden und es gleichermaßen heavy wie vertrackt zur Sache geht. Ein recht typischer und richtig guter Nevermore-Song. Der abschließende Titelsong macht dann wieder keine Gefangenen - Jeff Loomis packt die Flitzefinger aus und Warrel Dane lässt Szenen vor dem inneren Auge erscheinen, gegen die die meisten Psychothriller wie eine lustige Grillparty wirken.

Nevermore haben im Angesicht der gewaltigen Erwartungshaltung von Fans und schreibender Zunft alles richtig gemacht. Auf die Gefahr hin, den ein oder anderen Hörer auf dem falschen Fuß zu erwischen, hat man kein 'This Godless Endeavor II' in Angriff genommen, sondern hier und da feine Justierungen vorgenommen, welche die Sache richtig spannend machen und Nevermore vielleicht auch den Hörern (wieder) näher bringen, denen einige der Gitarrenwände auf den letzten Alben nicht immer songdienlich genug erschienen. Wo 'The Obsidian Conspiracy' in zehn Jahren stehen wird, kann nur die Zeit zeigen - für den Moment schenken uns Nevermore aber ein exzellent konzipiertes, unheimlich detailreiches und mit Leben erfülltes Album, das der direkten Konkurrenz das Aufschließen zur Spitze praktisch unmöglich macht.


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Kurzinfos: Warrel Dane

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