Anders als der Bandname zunächst assoziieren ließe, geht es bei Blitzen Trapper eher ruhig zu. Die Band hat Zeit. Nach ihrer Gründung im Jahre 2000 wurden sehr gemächlich drei Alben in Eigenregie veröffentlicht, bis der Rolling Stone auf die Band aufmerksam wurde. Seitdem ist man ordentlich gesignt und bringt mit 'Destroyer Of The Void' nun schon das zweite Album per Sub Pop auf den Markt. Hierauf tritt Eric Earley mit seinen derzeit fünf Mitstreitern erneut die Reise quer durch die Jahrzehnte an. Denn die kreative wie versierte Verknüpfung verschiedenster musikalischer Genres ist es, wofür Blitzen Trapper immer größere Anerkennung unter den Kritikern ernten. Manchmal haben die verzogenen Riffs etwas von Bowies 'Ziggy Stardust', bedienen sich in psychedelischen Gefilden, um dann wieder auf erdigen Prog-Rock umzuschwenken. Ähnlich wie Ocean Colour Scene finden aber auch Blitzen Trapper ihre Basis immer wieder in sehr melodischem Rock mit unverhüllten Folk-Einflüssen. Da wird der Gesang simultan von einer zweiten Stimme begleitet, ertönen einen bluesige Mundharmonika, poppige Pianoparts und elegische Streicher bis hin zu fast straighten Stücken wie 'The Tree' und 'Sadie'. Welche Gemütslage die einzelnen Songs auch gerade ansprechen, ihr komplexer Aufbau lässt sie zu kleinen Kunstwerken, manchmal in mehreren Akten, werden. Viel Aufwand ist in die Arrangements gesteckt worden. Entsprechend erfordern die zwölf Stücke Einiges an Konzentration vom Hörer, sind keine leichte Kost für nebenbei, sondern fordern eine große Aufmerksamkeit vom Publikum ein. Die zahlt sich freilich in einem tieferen Verstehen von Musik, nicht nur der von Blitzen Trapper, aus.