Von 'The Dreams Of Kids' schallte einem Partypunkrock galore entgegen, der sich zielsicher und ziemlich bierglasschwingend neben die Dropkick Murphys gesellt, dabei aber aus gänzlich unirisch aus Austin, Texas stammt, das so grandiose Spaßgesellen wie The Riverboat Gamblers seine Söhne nennen darf. Das Quintett schickt sich an auf der anstehenden Nordeuropatour mit den Radio Dead Ones die Meisterschaft darum auszulosten wer nun mehr nach Scotch mit Cola auf der Stimme klingt. Born to lose erfinden zwar weder sich selbst noch den Punkrock neu, aber während man nun noch überlegt ob man genau darüber naserümpfend die Arme verschränken, oder doch lieber seinem Bewegungsdrang nachgeben sollte, fegt 'Down' jeden Restzweifel wie die mächtigen Borawinde dahin. Natürlich verortet die Combo auch genügend Mitgröhlmomente auf alle erdenklichen Vokale in ihre Songs, um auch im Zustand fortgeschrittenen Alkoholkonsums die Anhängerschaft aktiv halten zu können. Schließlich will mit Fug und Recht behauptet werden 'Forever Ours'. Der texanische Fünfer kann aber auch richtig schön in melodisch und so, wie sie mit 'Hard Rain' klarstellen. 'Last Chance Boys' knüppelt dann wieder wie gehabt kompromisslos durch die Gegend. Born to lose gewinnen mit 'The Dreams Of Kids' zwar sicherlich keine neuen Herzen, dafür ist ihr Stil einfach zu festgefahren, wer aber auf der Suche nach abendfüllender Musikuntermalung abseits von Weltverbesserung, Politik und ähnlich schwerer Kost ist, dem beschert das neue Album die ein oder andere vergnügliche halbe Stunde.