The Crown sahen sich in den letzten Jahren der Inaktivität - wenn auch im kleineren Maßstab - mit dem At The Gates-Phänomen konfrontiert: zu Lebzeiten nur von wenigen Insidern wahrgenommen, einige Jahre nach der Auflösung dann auf einmal von allen Freunden des Genres gehuldigt. Kein Wunder, dass man sich zu einem Comeback durchrang; zumal der songschreibende Teil der Band feststellte, dass die neuen musikalischen Ergüsse einfach immer nach The Crown klingen wollten. Also gibt es jetzt sieben Jahre nach 'Possessed 13' eine neue Scheibe der Schweden; diesmal allerdings mit God Macabre/Bombs Of Hades-Fronter Jonas Stålhammar anstelle von Johan Lindstrand, der nach dem The Crown-Spilt mit One Man Army And The Undead Quartet sein Glück probierte. Wie schon angemerkt hat sich am typischen The Crown-Sound nichts geändert. Auch 'Doomsday King' bietet süffigen Schweden-Death mit jeder Menge Groove, einer gehörigen Portion Rock'n'Roll und einem Song- und Riffverständnis, das knietief im Sumpf des klassischen Heavy Metal steht. So auch gleich zu Beginn, wenn bei dem den Reigen eröffnenden Titelsong Glockengeläut und Doom-Riffs an den Urknall des Heavy Metal erinnern bevor die Todesblei-Walze angeschmissen wird, die allen Fans zwischen Entombed und Bolt Thrower zusagen sollte. Auch typisch The Crown und ein echtes Qualitätsmerkmal: die Eingängigkeit der Songs, die nie zu Lasten der Heavyness geht. Die Jungs aus dem beschaulichen Trollhättan brauchen keine clean vocals um ihren Songs eine melodische Komponente zu geben, schaffen es vielmehr, über klassische Hooks aus dem Rock-Katalog Akzente zu setzen. Dabei stehen massive Abrissbirnen wie 'Angel Of Death 1839', mit denen man tatsächlich in Bolt Thrower-Regionen vorstößt, neben sich bedrohlich durchs Unterholz schleichenden Doom-Brocken wie 'The Tempter And The Bible Black' sowie Thrash/Death-Flitzern wie 'Through Eyes Of Oblivion'. Das alles ist in etwa so neu und innovativ wie Stallones 'The Expendables' - macht aber (für Fans) auch genauso viel Spaß. The Crown spielen auf 'Doomsday King' einfach ihre ureigenen Stärken aus, die man vor allem im tollen Songwriting und in der wie Hölle groovenden Performance finden kann. Und diese Qualitäten reichen mehr als aus, um für eine Dreiviertelstunde feine Death-Metal-Unterhaltung zu sorgen. Willkommen zurück!