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Antimatter -  Alternative Matter     Artist:  Antimatter
    Album:  Alternative Matter
    Label:  Prophecy Productions
    Release:  26.11.2010
   Medium:  Album
    Genre:  Alternative ausdrucken 
    Autor:  Antal empfehlen/teilen 
 

Antimatter debütierten 2002 mit 'Saviour' bei Prophecy Productions und ließen bereits damals Fans der mittleren Anathema-Schaffensphase aufhorchen, was zu einem nicht unerheblichen Teil der Partizipation Duncan Pattersons geschuldet war (der bis zu 'Alternative 4' maßgeblich am Songwriting beteiligt war). Zusammen mit Chefdenker Mick Moss kreierte er zutiefst melancholische Songperlen mit relaxten Trip Hop-Rhythmen, die zwar leicht konsumierbar, aber in ihrer emotionalen Tiefe immens waren und den ruhigeren Anathema-Momenten in nichts nachstanden.

Mit dem Nachfolger 'Lights Out' wurden die noch rockigen Elemente des Debüts gänzlich über Bord geworfen und mit cineastisch anmutender Elektronika ein fast nihilistischer Soundtrack fürs Kopfkino geschaffen, der atmosphärisch wesentlich kühler daherkam. Der dritte (Genie-)Streich 'Planetary Confinement' untermauerte dann das selbstauferlegte Etikett, die traurigste Band der Welt zu sein. Allerdings werden weder Etiketten noch inflationäre Platitüden der musikalischen Intensität des Albums gerecht. Die Atmosphäre der Vorgänger kulminiert hier zu einem Meisterwerk intensiv-emotionaler Tonkunst.

Auf dem letzten noch aktuellen Album 'Leaving Eden' (2007) fehlte dann bereits Mr.Patterson, dafür veredelte Danny Cavanagh die nun wieder deutlich rockigeren Klänge mit seinem unnachahmlichen Gitarrenspiel. Mick Moss zeichnet sich seitdem allein für die weitere Entwicklung Antimatter's verantwortlich.

Nun mag es zweifelhaft erscheinen, ob eine 'Werkschau' nach vier Alben Sinn macht, aber da es sich im Falle von 'Alternative Matter' weder um eine klassische, mit Bonustracks aufgepeppte Best-Of-Compilation noch um ein reines Livealbum handelt, klingt das Vorhaben durchaus interessant. Das Ganze stellt eher eine Retrospektive dar, die einen völlig neuen Blickwinkel auf Altbewährtes liefert, so wie man nach einigen Jahren auch anders über vergangene Empfindungen, Dinge oder Gegebenheiten denkt, fühlt und reflektiert. 'Alternative Matter' ist eine Sammlung von Neuinterpretationen älterer Songs, unveröffentlichten Tracks aus dem Bandarchiv und alternativen Remixen.

Das klingt zunächst einmal so als wenn Herr Moss dringend ein kreatives Loch füllen muss, wer aber die originalen Antimatter-Songs kennt, dem erschließt sich musikalisch eine weitere schöne Landschaft aus der man einfach nicht zurückkehren möchte. Außerdem bietet sich eine experimentellere Herangehensweise geradezu an, da jeder einzelne Song im Original schon genug Freiraum besitzt um weitere Türen öffnen zu können.

Das entkräftet den Verdacht eines Schnellschusses erheblich und macht 'Alternative Matter' auch für Dead Can Dance-Freunde oder Neofolk-Anhänger interessant. Zwei CDs vollgestopft mit 22 Tracks und über 100 Minuten Spielzeit bieten genug Anlass zu herbstlich-auditiven Freuden. Überwiegend (semi-)akustisch, dann wieder elektronisch-experimentell und immer mit möglichst minimalistischen Mitteln wird die Essenz der einzelnen Stücke herausgefiltert und neu arrangiert, so das teilweise nur noch Fragmente zu erkennen sind. Gerade die Remixversionen sind gewöhnungsbedürftig, während so manche Neueinspielung, zum Beispiel das grandiose 'Epitaph', einen geradezu erstarren lässt.

Zunächst ist es ja oft erst einmal befremdlich, wenn Liebgewonnenes plötzlich im neuen Kleid erscheint, doch letztlich kommt es auf den Inhalt an. Form ist dabei nur Hülle. Wenn die Hülle aber variabel ist und so gut passt wie auf 'Alternative Matter' dann löst sich die anfängliche Skepsis ruckzuck in nichts auf. Wie bei solchem Vorhaben nicht anders zu erwarten, kann man der ein oder anderen Version mal mehr, mal weniger viel abgewinnen. Insgesamt beschleicht mich dann aber doch ein ähnliches Gefühl wie bei Anathema's 'Hindsight' : Die Liebe zu den Originalversionen erschwert den Zugang zur Veränderung, man nimmt die Neuinterpretation interessiert zur Kenntnis, greift aber dann doch letztendlich auf das Original zurück. Und siehe da: tatsächlich hat sich mit 'Lost Control' ein alter Anathema-Klassiker aus der Feder Duncan Pattersons in die Tracklist geschlichen, der, nur auf Stimme und Piano reduziert, akustisch noch fragiler wirkt.

'Alternative Matter' ist zwar in sich schlüssig und gelungen und bietet wunderschöne Musik, ich ertappe mich jedoch bei dem Gedanken, lieber ein komplett neues Album serviert bekommen zu haben und würde deshalb vor dem Erwerb empfehlen, sich erstmal auf den Backkatalog einzulassen, um ganzheitlich in den Kosmos der Antimaterie einzutauchen. Man wird es nicht bereuen.


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