Zu Beginn des Jahres 2010 fanden sich fünf Musiker zusammen, um ihre musikalischen Erfahrungen, die sie mit ihren Vorgängerbands gemacht haben, in einer Band zu vereinen. Dabei trifft Chaos- auf Post-Hardcore, der nach einem mehrmonatigen Findungsprozess sich mit der Veröffentlichung der digitalen EP 'Uncharted Territories' im Spätsommer des letzten Jahres manifestierte. Die darauf enthaltenen zwei Stücke gaben einen musikalischen Vorgeschmack auf die musikalische Vielfältigkeit des Debütalbums, dessen Songs aus einer Mischung hardcorelastiger Riffs, undurchsichtigen Strukturen und viel Disharmonie bestehen. Das wird mit viel Gebrüll wiedergegeben und in manchen Momenten von klarem Gesang begleitet. Auf der EP stach der Song 'I Miss Beeing A Tree' heraus, der zum Ende ruhiger wird, was mit den ersten Minuten, in der der Song von disharmonischen Riffs dominiert wird, einen starken Kontrast bedeutet. Dieser Song ist auch auf dem Debütalbum enthalten und stellt die Seite dar, die Akela einzigartig macht. In der Endpassage wird der zweite Gesang wirksam eingesetzt, in dem sich dieser vom Gebrüll absetzt und dabei nicht in eine kitschige Ecke tritt, was wiederum eine Ernsthaftigkeit hervorbringt, die an die zweite Welle des amerikanischen Screamos erinnert, der ebenfalls vom Gegensatz gebrüllter-gesungener-Vocalpassagen und chaotischen-melodischen-Gitarrenriffs lebte. Beim Hören des Albums sind es immer wieder die ruhigen Passagen, die in dem Strudel aus Hardcoreriffs und Disharmonie etwas Halt bieten. So wird der Song 'Passion' Instrumental mit einer Akustikgitarre gespielt, während im Stück 'The Architec' die Songstruktur umgedreht wird und der Gesang dominiert, auf dem Höhepunkt das Gebrüll einsetzt und die Riffs in die bekannte Härte wechseln. Somit gelingt Akelas Versuch zwei Subgenres miteinander zu verbinden und 'Orientation' entpuppt sich als ein gelungener Einstand.