Die erstmals 1999 erschienene Compilation 'Club Daze Volume 1 - The Studio Sessions' dokumentiert die Zeit von 1978 bis 1981, als Twisted Sister begannen, sich in New York City, New Jersey und später auch in England einen Namen zu machen. Während dieser Zeit namen Dee Snider, Jay Jay French und Co. u.a. die EP 'Ruff Cuts' auf, deren Tracks hier komplett enthalten sind. Was der geneigte SMF zu hören bekommt, ist im Prinzip eine Sammlung aufpolierter Demos. Darunter sind im Vergleich zu späteren Songs noch recht langweilige Titel wie 'Come Back' oder 'Rock'n'Roll Saviors'. Viele Riffs, wenig Songwriting. Die Scheibe wird allerdings zunehmend interessanter, schließlich mit ursprünglichen Versionen von 'Under The Blade' und dem AC/DC-inspirierten 'Shoot 'Em Down'. Etwas Besonderes ist auch die erste Coverversion von 'Leader Of The Pack' (im Original von The Shangri-Las). Die Heavy-Metal-Adaption des 60er-Jahre-Schmachthits war zu Clubzeiten von Twisted Sister gefeierter Kult unter den Fans. Als sie 1985 auf 'Come Out And Play' eine Neuauflage erfuhr, fiel sie bei der inzwischen riesigen Fangemeinde unten durch. 'It just killed us really', nimmt Jay Jay French den Fauxpas in den umfangreichen Liner-Notes allein auf seine Kappe. Dass im Rahmen der Twisted Sister-Wiederveröffentlichungen die erste 'Club Daze' schon als zweites Album erscheint, ist nicht nachvollziehbar. Die 13-Track-Zusammenstellung macht zwar nichts falsch, ist aber trotzdem 'nur' eine Sammlung von Demos und damit nur für echte SMFs, also absolute Twisted Sister-Fans zu empfehlen. Dem gewöhnlichen 80er-Rocker/Metaller sei für den Anfang das parallel erscheinende Meisterwerk 'You Can't Stop Rock'n'Roll' ans Herz gelegt.