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And You Will Know Us By The Trail Of Dead -  Tao Of The Dead     Artist:  And You Will Know Us By The Trail Of Dead
    Album:  Tao Of The Dead
    Label:  Superball
    Release:  04.02.2011
   Medium:  Album
    Genre:  Progressive Rock ausdrucken 
    Autor:  maximilian empfehlen/teilen 
 

Beim Essen freuen sich Kinder immer am meisten auf den Nachtisch. Die Vorspeise und den Hauptgang nehmen sie notgedrungen zu sich, um die Köstlichkeiten des Desserts genießen zu können. Jede Suppe, jede Kartoffel und all der Spinat bringen sie doch den zuckrigen Süßigkeiten ein Stück näher. Beim Anhören von 'Tao Of The Dead', dem siebten Album von And You Will Know Us By The Trail Of Dead werden Musikfreunde nun ab und zu in ihre Kindertage und an den Mittagstisch zurück versetzt. Denn einige Stücke in der Mitte des Albums haben hinweisenden Charakter auf das große, viertelstündiges Opus am Ende von 'Tao Of The Dead' und kommen dabei selbst nicht mehr richtig zur Geltung. Der Pudding am Schluss entschädigt allerdings für einiges.

Zu Beginn des Albums stehen die Stücke noch für sich allein statt auf das Ende hinzuarbeiten. Auf das Intro, das nach einer Mischung aus einem Heldeneinzug und Kirmesmusik klingt, folgt in 'Pure Radio Cosplay' eine rasante Abwechslung aus rüttelnden und zackig dazwischen geworfenen Rhythmen. Mit quietschenden Gitarren und stampfenden Schlagzeugschlägen baut es nach hinten richtig viel Druck auf, der sich dann in spacige Elektronik auflöst. Das darauffolgende 'Summer Of All Dead Souls' führt durch ein sehr präsentes Schlagzeug den Druck weiter, den 'Pure Radio Cosplay' aufgebaut hat. Zwar deutlich leiser, aber nicht weniger intensiv wirkt 'Cover The Days Like A Tidel Wave', das aus cleanen Gitarren und einer sprechenden Stimme wie aus dem Telefonhörer hinein in eine sogartige Gitarrenwand führt.

Die Suppe zur Vorspeise haben And You Will Know Us By The Trail Of Dead also nicht versalzen, sondern einen energiegeladenen Auftakt serviert. Das Problem tut sich nun im Hauptgang auf. Auffällig ist, dass alle vier mittleren Stücken nicht die Drei-Minuten-Marke erreichen. Allein diese Häufung von Songs in einer Länge, die für die Band ungewöhnlich ist, deutet darauf hin, dass es sich um Zwischenspiele handelt. In 'Fall Of The Empire' dominieren dumpfe, behäbige, kräftige Schläge auf den Schlagzeug-Toms, 'The Wasteland' wendet sich gefälligen, anschmiegsamen Melodien zu, 'Spiral Jetty' entwickelt sich von tiefen Bass-Tönen hin zu einem einschneidenden, dissonanten Piepen und 'Weight Of The Sun (Or The Post-Modern Prometheus)' wächst von melodiösem Gesang mit Akustik-Gitarre zum brachialen Krach, der beinahe die nun rufende Stimme übertönt. Doch diesen Stücken fehlt die Eigenständigkeit. Sie scheinen allesamt nicht vollständig zu sein und sich nur in Kombination mit den abschließenden Songs zu komplettieren. Einerseits ist solch eine gegenseitige Abhängigkeit im Verbund eines Albums ja ein positives Zeichen für die Verknüpfung zu einem Gesamtwerk. Andererseits aber gerät der Mittelteil des Albums mit vier aufeinanderfolgenden Überleitungen doch ein wenig zu dünn. Es wirkt, als hätte der Koch im Hauptgang einfach die Kohlenhydrate weggelassen.

Um das Ende einzuläuten, zitieren And You Will Know Us By The Trail Of Dead in 'Pure Radio Cosplay (Reprise)' den Anfang des Albums. Danach schalten sie in 'Ebb Away' und dessen dominantem, groovigem Takt erst noch wieder einen Gang zurück. Experimentell zeigt dich die Band daraufhin im instrumentalen 'The Fairlight Pendant', das in der ersten Hälfte verquirlt beginnt und dann sogar noch die Schnelligkeit dieser Verquirlung anzieht. Auf dem Höhepunkt verhallt die angestaute Energie plötzlich, lässt nur schwirrende elektrische Töne zurück, um dann noch ein weiteres Mal den Weg zu einer lauten Verquirlung zu nehmen.

Mit einer Länge von mehr als 16 Minuten folgt schließlich das große Kunstwerk 'Strange News From Another Planet', das durch dem Titelzusatz 'Tao Of The Dead Part Two' anzeigt, dass es in den Augen der Band eine ganze Hälfte des Albums ausmacht. Untergliedert hat sie es in fünf einzelne Teile. Grob gesagt löst dieses Stück zuerst ein leichtes Nicken mit dem Kopf, dann ein Zappeln des ganzen Körpers und am Ende einen vor und zurück wabernden Oberkörper aus. Auf die Musik bezogen bedeutet dies, dass das Stück geradlinig und laut mit melodiösem Gesang einsetzt, sich dann über einen leisen Zwischenpart mit Sprechstimmen in einen tanzbaren Rassel-Rhythmus in verschiedenen Variationen begibt und schließlich nach einer kurzen Unterbrechung mit bedrohlich allein stehenden tiefen Gitarren in einem treibenden, klaren Ende aufgeht. Das ist er also - der Pudding, auf den die Kinder die ganze Zeit gewartet haben. Lecker lecker. Aber das nicht so nährhafte Hauptmenü kann er auch nicht ganz vergessen machen. Den Hunger nur mit Pudding zu stillen, ist ja schließlich keine ausgewogene Ernährung.


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And You Will Know Us By The Trail Of Dead - Tao Of The Dead
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Artikel:
- And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Punk Floyd oder The Sound Of Violence
- And You Will Know Us By The Trail Of Dead - Die Angst vor dem Fluch

Rezensionen:
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