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Wenn die Mitglieder einer Band Hell Hofer, Hampus Klang, Erik Almström, Gustav Hjortsjö und Adam Hector heißen, dann kann es sich nur um eine schwedische Hardrock-Band mit Retro-Ambitionen handeln. Wie im Fall von Bullet, die mit 'Highway Pirates' schon ihr drittes Album veröffentlichen und damit beweisen, dass Bands wie Airbourne sich keinesfalls ausruhen dürfen.
Warum das Rad neu erfinden? Man kennt das schon von den beiden Vorgänger-Alben: Intensives Riffing, rasantes Schlagzeug, ein dynamisches Klanggerüst, das an AC/DC erinnert, und dazu der gleichermaßen markante wie verschwindende Gesang von Frontmann Hell. Seine Stimme ist irgendwo im Bermuda-Dreieck zwischen Brian Johnson (AC/DC), Tom Keifer (Cinderella) und Spike (The Quireboys) verloren gegangen.
Der Gag des Albums ist der Gastauftritt von Biff Byford (Saxon), wenn man wirklich von einem Auftritt sprechen will. Dem wunderbaren, schweißtreibenden Titelsong steuerte er sein typisches Pfeifen bei, das bei manchen Saxon-Konzerten aufgrund seiner Häufigkeit fast schon nervt. Für Bullet offenbar ein Höhepunkt, für alle anderen nur eine Randnotiz. Denn was wirklich zählt, ist dass die Band selbst ein lautstarkes Hardrock-Feuerwerk abbrennt. Passend dazu Texte wie 'You're the fire, I'm the dynamite', so simpel wie unterhaltsam.
Großartig, wie im Intro von 'Back On The Road' das Geräusch eines anfahrenden Trucks unter den Gitarrensound gemischt wurde. Die Nummer ist die perfekte Tour- und Partyhymne. Und der Party-Rhythmus von 'Blood Run Hot' macht es unmöglich, still zu halten. Die Mehrzahl der Songs versprüht pure Spielfreude und begeistert mit hohem Spaßfaktor. AC/DC und Rose Tattoo waren definitiv Einflüsse. Und die Grenzen zu den australischen Kollegen von Airbourne verschwinden schon manchmal.
Ein Teil der Lorbeeren gebührt sicherlich auch dem schwedischen Produzentenguru Tobias Lindell, der in jüngster Vergangenheit mit Europe und Mustasch einen neuen Maßstab im schwedischen Hardrock-/Metal-Bereich gesetzt hat. Mit 'Highway Pirates' kann er einen weiteren Erfolg in seiner Diskographie verbuchen, nicht nur, weil es das Album in Schweden auf Platz 3 der Charts geschafft hat, sondern vor allem weil es gehörig rockt.
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