Schaut man auf die Historie von Boy Hits Car zurück, findet man schnell heraus, dass die Band 1993 in LA gegründet wurde, wo sich die Mitglieder bereits seit der Kindheit kannten und musikalische Vorlieben für Bands wie Metallica und Slayer teilten. So entschloss man sich kurzerhand eine Band zu gründen, um seine eigene Musik an die Leute zu bringen. Viele Jahre sind bereits ins Land gezogen und mit 'Stealing Fire' erscheint nun ihr drittes Majoralbum. Musikalisch werden sich Freunde von Incubus oder Faith No More sofort wohlfühlen. Für Leute, die mit dem Begriff Crossover nicht mehr soviel anfangen können, ist das Album jedoch auch durchaus hörbar. Ohne einen gravierenden Stilwechsel vorzunehmen, bemühen sich Boy Hits Car das als verstaubt geltende Genre in die Gegenwart zu tragen. Dabei werden die Songs weiterhin von Cregg Rondell vielfältigem Gesang getragen. Von seichtem Gesang bis aggressiven Shouts, ist auf dem Album alles zu finden. Seine emotionalen Lyrics treffen dabei vereinzelt auf harten Gitarrensound. Immer hörbar dabei Bill Gowers grandiosen Basseinlagen. Die meisten Stücke werden zusätzlich von Rondells zwölfsaitigen Akustikgitarre begleitet. Inhaltlich handeln die 14 Songs ausschließlich von den Höhen und Tiefen des emotionalen Alltags. Ein wenig experimentierfreudig zeigt sich die Band auch. Kommen Percussion-Einlagen und orientalische Athmo bei Songs wie 'Stealing Fire From The Sun' und 'Rhythmical Gestures' zum Einsatz, die den Songs eine besondere Note verleihen. Auch wenn nicht alle Songs des Albums Volltreffer sind, kann man 'Stealing Fire' durchaus eine Chance geben. Dass die Band ihre Musik selbst als 'Lovecore' bezeichnet, sei ihnen dabei verziehen.