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'Insects', das bereits fünfte Album der Nu Metaller Breed 77 ist in Deutschland bereits seit Mitte 2010 erhältlich. Umso mehr zu bedauern ist es, dass ihnen für solch ein großartiges Stück an musikalischen Könnens nicht die Aufmerksamkeit gebührt, die sie verdient hätten. Jeder Song ist für sich ein Highlight, die fünf Wahllondoner (die Band stammt aus Gibraltar) bringen ein komplexes Werk mit viel Abwechslung für das Ohr an den Start. Frontmann Paul zeigt eine facettenreiche und einzigartige Stimmgewalt, von der man nicht genug bekommen möchte. Sowohl sein Gesang als auch die Shouts sind einfach nur sagenhaft. Er hatte ja auch genug Zeit um seine Stimme zu entwickeln, denn die Jungs sind immerhin schon seit 1996 im Geschäft. Schon zwei Jahre später gewannen Breed 77 in ihrer Wahlheimat Großbritannien Awards als beste neue Band. In deutschen Gefilden hat man jedoch noch nicht viel von den Jungs gehört. Schade darum.
Beim ersten Hinhören würde man die Jungs wohl als Nachfolger von Korn und Ill Nino einordnen, jedoch sollte man nicht zu voreilig urteilen. Denn die Jungs machen etwas Eigenes, etwas Individuelles, etwas pur Fantastisches. Am Mainstream vorbei wartet das ursprünglich aus Gibraltar stammende Quintett mit metallischen Gitarren, tragenden Drumbeats und eingängigen Texten auf.
Der erste Titel, 'Wake up', will wachrütteln ('Wake up [...] before your life will slip away'). Bereits hier sieht man, dass die Jungs sich Gedanken über ihre Musik machen, etwas Ganzes abliefern wollen. Das Intro zum Song beginnt mit tickender Uhr, der sich immer lauter werdende Glocken und eine vermeintliche Kuckucksuhr anschließen, um dann den Gitarren Einzug zu gebieten. Die Drums setzen ein, der Spannungsbogen erreicht seinen Höhepunkt. Spätestens wenn die Shouts und melodischer Gesang einsetzen, sollte man hier schon, bereits beim ersten Song, vom Können der Jungs überzeugt sein.
'The Battle Of Hatin', der zweite Song, ist ein weiteres Highlight des bereits siebten Machwerks der Band. Ein sehr schöner Wechsel zwischen langsamen Gesang und schnellen Shouts sowie ein eindrucksvolles Gitarrensolo sollten dem Hörer letztendlich beweisen, dass das Album einen Kauf wert ist. Gegen Ende warten die Jungs dann mit dem wahrscheinlich besten 'Zombie'-Cover auf, dass man jemals hören durfte. Facettenreicher Gesang, harte Shouts, tolle Melodien und Könnertum. Einfach Wow!
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