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Samael -  Lux Mundi     Artist:  Samael
    Album:  Lux Mundi
    Label:  Nuclear Blast
    Release:  29.04.2011
   Medium:  Album
    Genre:  Metal Diesen Artikel ausdrucken 
    Autor:  The Wendigo Artikel per Mail versenden 
 

Samael hatten ein Weg eingeschlagen, der irgendwann in einer Sackgasse enden musste. Die Alben wurden zwar von mal zu mal ausgefeilter, aber auch eingängiger, poppiger; immer mehr legten die Schweizer Wert auf Präzision, Perfektion und Struktur, so dass die Songs sich selbst stellenweise im Weg standen. Vor allem ließ die Finsternis nach, das Dunkle, das die Songs von Samael immer umfing, wurde immer grauer und durchlässiger. Das ganze gipfelte in der zwar irgendwie genialen, sich aber sehr schnell abnutzenden Schunkel-Hymne 'On Earth'. Danach kam zwar der eine oder andere rauere Track dazu, aber ein Rahmen wurde hier abgesteckt, der mit den Klassikern der Band vom Überalbum 'Passage' nur noch wenig zu tun hatte. Stilistisch ähnlich, aber alles sehr viel seichter.

Unter diesem Aspekt kommt dem vorletztjährigen 'Above' eine weitaus entscheidendere Bedeutung zu als man es beim Release desselben hätte erwarten können. 35 Minuten lang primitivstes Gedresche, jeder Song, nein, jeder Ton gleich. Ein langweiliges, nervtötendes, primitives Album. Und genau dieses Album und die Arbeit an dieser Form der Musik hat Samael gerettet.

Das Ergebnis kann man auf 'Lux Mundi' hören. Denn 'Lux Mundi' ist der erste, echte und einzige legitime Nachfolger zu 'Passage'. Dass 'Lux Mundi' auf demselben Niveau agiert, ist auch der Auseinandersetzung der Band mit der Vergangenheit und der Primitivität ihrer Anfänge geschuldet, die sie auf 'Above' vorgenommen hatte.

Der Dunkelheit ist wieder da und die Härte auch. Die Keyboardmelodien unterstreichen die Songs, wie auf 'Passage' – sie dominieren sie nicht mehr wie beispielsweise auf 'Solar Soul'. Jeder Track von 'Passage' hat eine Art Zwilling auf 'Lux Mundi', ganz in der Tradition der Dualität, um die es sich bei Samael schon öfter gedreht hat. Alle Songs auf 'Lux Mundi' sind Meisterwerke, und zwar keine vordergründig ausgefeilt wirkenden Meisterwerke, sondern grobschlächtige Monstren, die ihre Feinheiten im dritten, vierten, fünften Anhören nach und nach offenbaren – und trotzdem von der ersten Sekunde an ins Ohr gehen. Bestes Beispiel ist der Opener 'Luxferre' der wie bei Samael üblich natürlich ein Highlight ist – aber erst nach dem dritten Durchlauf.

Sofortige Hinhörer gibt es natürlich auch zur Genüge, sei es 'Of War', der positiv üble Ohrwurm 'Pagan Trance'‚ oder das absolute Über-Highlight der Platte, 'In The Deep', eine Art Bastard aus 'Rain' und 'Jupiterian Vibe'. Allein wegen dieser drei Tracks gebührt Samael die Höchstnote. Instant Classics nennt man sowas wohl. Die Doublebassdrum bei 'In The Deep' dürfte jedenfalls jedem Samael- Fan die Schauer über den Rücken jagen, genauso wie das Keyboard von 'Pagan Trance'. Aber auch die etwas sperrigeren Stücke überzeugen mit derselben Kraft, derselben Eingängigkeit, derselben Härte wie die Ohrwürmer.

Bis hierhin könnte man sagen, dass 'Lux Mundi' genauso gut ist wie 'Passage'. Dazu kommt dann aber noch der beste Sound, den Samael je hatten – und der finale Rausschmeißer der Scheibe‚ 'The Truth'. Was bei diesem Song in die Band gefahren ist, kann man nur als dämonische Eingebung bezeichnen. 'The Ones Who Came Before' auf Speed. Was für ein Monster an Song, da bleibt selbst dem ergebensten Samael-Freund noch der Mund offen stehen. Black-Metal-Gedresche, Herumspringrhythmen, Ohrwurmrefrain – mehr geht nicht.

Ich hätte nie gedacht, dass ich das aufgrund der Genialität von 'Passage' jemals über ein anderes Album der Schweizer sagen würde, aber Samael haben mit 'Lux Mundi' das beste Album ihrer Karriere abgeliefert.


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