I know you‘ve wanted someone else for company / but you‘ve got me (Brain on the table) Tonight I'm thinking of someone else / and I can‘t help myself (100 Whales) You'll never come true / I gotta find something to hold onto (Train and Tracks) Du willst mich nicht, aber ich liebe dich, was soll ich nur machen, das mit uns wird niemals was, ich weiß nicht, was ich noch tun kann, bitte sieh mich an, ich steh doch genau vor dir, warum siehst du mich nicht,.... - Immer wieder das Gleiche. Und doch: An Horse schaffen es, das in der Musikgeschichte wohl am häufigsten thematisierte Gefühl von Herzschmerz und Verlassenheit so zu präsentieren, dass es immer wieder neu und anders klingt. Von nachdenklicheren, leiseren Tracks wie 'Windows in the City' bis hin zu etwas rockigeren Nummern wie 'Leave Me' oder 'Know This, We‘ve Noticed' gibt es auf 'Walls' alles, was man sich von einem vielfältigen Indie-Album wünschen kann. Das einzige, was dem ein wenig Abbruch tut, ist die eingängige, aber dafür nicht besonders variabel erscheinende Stimme von Kate Cooper, die doch dazu verleitet, schnell alles als dasselbe abzutun. Während die Songs sich auf instrumentaler Ebene immer wieder neu erfinden können und sich langsam steigern, sich kurz wieder zurückziehen um dann doch noch einmal in voller Wucht auszubrechen, bleibt der Gesang der Australierin hinter ihrer musikalischen Unterstützung zurück und bleibt trotz Ohrwurm-Melodien irgendwann nur noch langweiliger Begleiter. Keineswegs schlecht, aber eben auch nicht fantastisch.