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Morbid Angel -  Illud Divinum Insanus     Artist:  Morbid Angel
    Album:  Illud Divinum Insanus
    Label:  Season Of Mist
    Release:  10.06.2011
   Medium:  Album
    Genre:  Deathmetal ausdrucken 
    Autor:  Antal empfehlen/teilen 
 

Acht Jahre sind seit der Veröffentlichung des bislang letzten Morbid Angel-Albums 'Heretic' vergangen, gar 16 Jahre ist es her, dass Sänger und Bassist David Vincent auf einem Album ('Domination') der morbiden Engel aus Florida zu hören war. Das lange Warten, der nach wie vor kaum zu unterschätzende Status der Band als Vorreiter des Death Metal, gute Liveauftritte mit dem zurückgekehrten David Vincent sowie ein guter neuer Song in Gestalt von 'Nevermore' - das alles ließ die Erwartungshaltung für das neue Album ins Unermessliche wachsen.

'Illud Divinum Insanus' ist also der (grammatikalisch nicht korrekte), natürlich mit einem 'I' beginnende Titel dieses Werkes, dass schon jetzt das kontroverseste Extrem-Metal-Album des Jahres ist. Morbid Angel wollten sich nicht wiederholen, wollten überraschen, provozieren, die Grenzen des Genres niederreißen. Eine sehr ehrenvolle Herangehensweise - zumal gerade eine Band wie Morbid Angel mit einem zweiten 'Gateways To Annihilation' oder einem verkappten 'Covenant 2' kaum etwas hätte falsch machen können.

'Illud Divinum Insanus' ist also eine Herausforderung für jeden Morbid Angel-Fan geworden. Das ist sehr gut so. 'Illud Divinum Insanus' ist aber letztlich auch ein durchschnittliches, inkonsistentes Album geworden. Und das enttäuscht dann doch.

Trey Azagthoth und David Vincent haben sich bei einigen Songs entschlossen, der elektronischen Verfremdung breiten Raum im Sound von Morbid Angel zu gewähren, was zu einem Industrial-lastigen, sehr kalten und distanzierten Klang führt. Dieser zieht sich freilich nicht durch das ganze Album hindurch; bei Songs wie 'Existo Vulgoré', 'Blades For Baal', '10 More Dead' oder dem bereits seit 2008 von den Konzerten bekannte 'Nevermore' handelt es sich um eingängige Death-Metal-Brecher wie man sie von Morbid Angel erwarten darf, die aber dennoch nicht nach Selbstplagiat klingen und auf denen Tim Yeung als Studioersatz für den etatmäßigen Drummer Pete Sandoval auch einen guten Job macht (auch wenn das Schlagzeug meißt sehr künstlich klingt).

Doch dann gibt es eben auch Songs wie das treffend betitelte 'Too Extreme!', das einem lauten Statement gleich - nach einem Intro - am Beginn des Albums steht. Deftig getriggerte Drums und verfremdete Gitarren machen den Song zu einem harten Industrial-Stampfer, für den sich die wenigsten Death-Metal-Fans werden erwärmen können. Dies wird aber auch - und hier nähern wir uns dem Problem des Albums - für Todesblei-Fans der aufgeschlossenen Sorte gelten, die beim Gedanken an elektronische Beats eher interessiert denn abgeschreckt reagieren. Denn Fakt ist: die Genre-fremden Song wollen Morbid Angel auf 'Illud Divinum Insanus' nicht recht gelingen.

Dass mit 'Morbid! Morbid!'-Rufen auf Livesong getrimmte 'I Am Morbid' mag bei künftigen Konzerten tatsächlich gut funktionieren, wirkt im Albumkontext aber unspannend und langweilig. Das über siebenminütige 'Destructos vs. The Earth / Attack' will irgendwie nach Laibach oder Samael klingen - doch wenn wir bereits geniale Bands wie Laibach und Samael im Schrank haben, brauchen wir dergleichen nicht von Morbid Angel, die hier einfach keine Spannung erzeugen können. Das in Richtung Ministry schielende 'Radikult' ist noch der gelungenste der 'Industrial-Songs' auf 'Illud Divinum Insanus', da hier einige gelungene Morbid Angel-Riffs und -Harmonien durch das Elektro-Dickicht scheinen. Richtig Eindruck macht das Ganze aber auch nicht und man wird eher dazu inspiriert, sich den Meistern des Industrial-Metal zuzuwenden, statt einer durchschnittliche Kopie zu lauschen. Das abschließende (mit einem Augenzwinkern benannte) 'Profundis - Mea Culpa' hat unüberhörbare Qualitäten, klingt aber aufgrund des überzogenen Einsatzes elektronischer Sounds eher wie ein Remix denn ein Original.

Ja, Morbid Angel waren mutig, in Gegenden vorzustoßen, die vorher sicher niemand auf der Rechnung hatte. 'Illud Divinum Insanus' ist tatsächlich auch ein Album, dass nach dem ersten, stutzig machenden Hören beginnt zu wachsen und sich dem Hörer besser zu erschließen. Dennoch: keiner der (nur für Morbid Angel-Verhältnisse) experimentellen Songs weiß nachhaltig zu überzeugen, in einigen Momenten wird es sogar ein wenig peinlich. Etwas zu krampfig kommen die neuen Sounds daher, als dass das Album als Gesamtwerk emotional wirken könnte. Dass Morbid Angel nicht verlernt haben, wie man gute, komplexe Death-Metal-Songs schreibt, beweisen sie ein um das andere mal - doch das Album zerfällt in seine Einzelteile und zurück bleibt eine unausgegorene Mischung aus Morbid Angel-Brillanz hier und künstlerischen Sackgassen da.


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Ich finds schon nach einmal Hören einfach nur total geil!!!

von The Wendigo (12.06 | 07:50)
 
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