Die letzte Elektro vs. Gitarren-Invasion starteten Matt And Kim aus New York. Blackgold schicken sich mit ihrem Debüt 'Rush' nun an, einen weiteren klanglichen Eindruck aus dem Big Apple nach Europa zu transportieren. Los gehts mit vibrierenden Synthie-Loops und tanzbarem Stakkato-Beat ('Detroit'). Tanzbarkeit scheint ohnehin die Maxime bei der Produktion von 'Rush' gewesen zu sein. Drive und Beat sind die Elemente, die die Platte zumindest auf der ersten Hälfte vorantreiben. Akzentuiert wird das Ganze mit rockigen Riffs und teils wabernden, teils pointierten Synthie-Parts. 'What You Did' hat noch das Potenzial, ein kapitaler Indie-Disco-Kracher zu werden, sein Nachfolger 'Silver' hingegen nimmt den Fuß gehörig vom Gaspedal und mutet beinahe schon akustisch an. Auch bei den restlichen sechs Songs scheint Blackgold ein wenig die Puste ausgegangen zu sein. Oder aber sie haben sich ihrer Idole erinnert, was zumindest der Track 'Canyon' nahelegt - der hätte auch von den späten Lennon / McCartney geschrieben werden können. Kraftvoller Start, außer Puste nach Runde sechs: Beinahe könnte man meinen, Blackgold hätten sich ihre Kräfte für den Aufnahme-Marathon falsch eingeteilt. Die klare Aufteilung der Platte in einen powervollen und einen ruhigeren Part ist etwas unglücklich, eine Mischung aus beidem hätte mehr Abwechslung geboten. Dennoch ist das Songwriting und die Dramaturgie in beiden Fällen gelungen und jeder Track für sich eine kleine Perle.