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Brian Eno -  Drums Between The Bells     Artist:  Brian Eno
    Album:  Drums Between The Bells
    Label:  Warp Records
    Release:  01.07.2011
   Medium:  Album
    Genre:  Elektro-Pop Diesen Artikel ausdrucken 
    Autor:  luthader Artikel per Mail versenden 
 

Brian Peter George St. John le Baptiste de la Salle Eno – so ein Name riecht schon dermaßen noch Adel und Schotter, dass hierin der Grund dafür liegen könnte, wie ein Mensch sich so durch das Leben und die verschiedenen Ausprägungen von Kunst treiben lassen kann ohne erkennbares Ziel, einfach um überall mal ein bissel mitzumischen, gänzlich frei von den blöden alltäglichen Zwängen, wie es eben jener Brian Eno seit jeher zu pflegen versteht. Aber er hat es dabei für sich so einrichten können, egal wo er auch immer auftrat, als wichtig und richtig zu gelten und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Sein künstlerischer Beginn liegt bekanntlich bei der 1971 gegründeten Art-Rock-Band Roxy Music. Was sein Anteil an deren beiden ersten Alben genau ausmacht, lässt sich aber beim besten Willen kaum ausmachen. Seine Funktion wird auf den Platten mit Synthesizer und Tapes umschrieben. Doch wo die sich konkret finden lassen, ist nur sehr schwer herauszuhören. Vielleicht das kurze Intro von 'Beauty Queen' die prägnanten Waber-Synthie-Flächen beim Titeltrack ihres Jahrhundertwerks 'For Your Pleasure'? Ich weiß es nicht. Deswegen war mir nie klar, warum immer vom Streit und Trennung der beiden MASTERMINDS dieser Band nach dem Erscheinen des zweiten Album 'For Your Pleasure' gesprochen wurde, zumal ihr Sänger Brian Ferry bis dahin wirklich alle, aber auch alle Songcredits allein auf sich vereinen konnte und sich auch der Sound auf dem Nachfolgealbum 'Stranded' nach dem Ausstieg Enos nicht großartig geändert hatte.

Denn das ist es, wofür Brian Eno anschließend für mehrere Jahrzehnte ein gewisses Alleinstellungsmerkmal erwerben sollte, sein feines Gespür für neue Sounds und ungewöhnliche Klangflächen. Er ist und bleibt der Erfinder des Begriffs Ambient, denn er wollte als Erster die Musik ganz gezielt als Hintergrundrauschen inszeniert wissen und diese auf die Art nur unbewusst auf die Hörer einwirken lassen. Das galt damals als ungemein innovativ und genial und wurde noch nicht - wie heute - als 'dämliche' Klangtapete abgeurteilt und diffamiert. Klar, so ein Konzept leidet relativ schnell an einem Wiederholungs- und Schwer-unterscheidbarkeits-Merkmal. Doch Brian Eno wusste zumindest mit seiner LP 'Music For Films' von 1977 und der ein Jahr später startenden vierteiligen 'Ambient'-Reihe bei den zeitgenössischen Musikkritikern zu überzeugen. Zuvor hat er in den Jahren 1973 bis 1977 vier großartige Soloalben (mit 'Another Green World' als Höhepunkt) veröffentlicht, die allesamt auch schon sehr von einer forcierten Klangästhetik geprägt waren und als Vorstufe zu seinen Ambient-Exkusionen betrachtet werden können.

Danach kam leider wenig neues Material an die Öffentlichkeit. Eno beschränkte sich fortan auf die Produzenten- und Beratertätigkeit für andere Musiker und Bands (Talking Heads, U2, Coldplay) bzw. stellte Sampler über neue musikalische Strömungen zusammen (wie den genialen No-Wave-Überblick 'No New York' von 1978), für die er ebenfalls eine sehr gute Nase bewies. Welche Bedeutung er aber bis Mitte der 1990er Jahre angenommen hatte, zeigt das kuriose Engagement durch Microsoft, eine Erkennungsmelodie für das neue Windows 95-Betriebssystem zu komponieren, die im Ergebnis aus lediglich lächerlichen fünf (und nicht 95) Tönen bestand, ihm aber ein Wahnsinns-Salär eingebracht haben soll, das nur noch von dem übertroffen wurde, welches Kraftwerk für ihr ursprünglich nicht wesentlich umfangreicheres Jingle für die Expo 2000-Ausstellung erhalten haben und wofür sie ebenfalls ausgelacht wurden.

Und wie damals ein gewisses Unverständnis sich Bahn brach über dieses aberwitzige Preis-Leistungs-Verhältnis, so überholte ihn zu dieser Zeit immer deutlicher die aufkommende Techno- und Electro-Bewegung in Bezug auf neue klangliche Innovationen. Gegen das, was durch Techno und nachfolgend mit den komplexen Sounds der Artificial Intelligence-Bewegung auf die Hörer losgelassen wurde, ganz zu schweigen von dem, was heutzutage Drum & Bass und eben der momentan omnipräsente (Future-)/(Post-)Dubstep zustande bringen, kamen seine behäbigen Ambientstücke nicht mehr an und die Musiker-Erscheinung Brian Eno verwandelte sich mehr und mehr in einen lediglich transzendent wirkenden Gottvater des Sounds.

Umso überraschender (und dementsprechend hoch gehängt) kam die Ankündigung eines wirklich richtigen neuen Brian Eno-Albums im letzten Jahr nach gut 20 Jahren und das auch noch auf Warp Records, dem Electro-Label schlechthin. Letztlich war 'Small Craft on a Milk Sea' dann doch nur eine Zusammenarbeit mit zwei anderen Musikern (Jon Hopkins und Leo Abrahams). Aber es fiel ziemlich gut aus, auch wenn es natürlich überhaupt nicht mehr an den Grundfesten der populären Musikwelt rütteln konnte. Und kaum dass man sich da durchgehört hatte, bringt der Eno nun bereits das nächste Album namens 'Drums Between The Bells' auf den Markt, dieses Mal eine musikalische Vertonung von Texten des Dichters Rick Holland. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden währt wohl schon lange und Eno hat in seinen in letzter Zeit typischen langen Überlegungsphasen dann doch eine ganze Weile gebraucht, bis er die Stücke für so gut hielt, dass er sie der Öffentlichkeit anvertrauen konnte.

Aber es ist natürlich wieder der mittlerweile alte Eno-Schmuh, meint hier ein bissel Fläche und dort ein wenig Beat und darüber eben die Spoken-Word-Rezitationen der Holland-Texte. Klingt alles sehr angenehm, zumal Eno verschiedene Leute für die Lesungen verpflichten konnte und deshalb die Stimmen immer wieder zwischen männlich und weiblich wechseln. Aber dennoch ist das weit weg von einem eigenständigen Meisterwerk, eher ein bissel Trance- und Klangkitsch, aber nix, womit man sich wirklich beschäftigen müsste, will man den Anschluss an die Entwicklung der populären Musik nicht verpassen. Innovationen auf diesem Sektor finden heute an ganz anderer Stelle statt, wo eben kein Brian Eno mehr Erwähnung findet. In seinem Alter ist das auch gar nicht mehr nötig und er braucht das am wenigsten. Also lieber bleiben lassen.


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Brian Eno: Drums Between The Bells (XXL- Besprechung) von Michael Engelbrecht | Kategorie: Blog, Gute Musik, Musik aus 2011 | Tags: Eno | 1 Kommentar | bearbeiten 1 – NEO-EXOTICA, STAMMESRHYTHMEN UND FEINE STRÖME Lyrik und Musik, geht das überhaupt noch? Ist das nicht ein alter, verstaubter Hut? Akademisches Kopfkino für Literaturfreaks? DRUMS BETWEEN THE BELLS wird kontrovers besprochen werden. Manche Kritiker werden ihre Vorurteile gegenüber Brian Eno abarbeiten, ihn mal wieder verniedlichend Professor Pop, wahlweise auch Godfather of Ambient Music nennen. Manche werden die fantastischen Gedichte von Rick Holland in eine griffige Schublade packen, ohne selbst tiefer in die Texte eingedrungen zu sein. Manche werden sich aber auch Zeit nehmen, und dann eines der aufregendsten Alben dieses Jahrgangs für sich entdecken. Aber der Reihe nach. Brian Eno hatte von früh an ein zwiespältiges Verhältnis zu Wörtern, ihren Bedeutungen, ihrer Fähigkeit, die Aufmerksamkeit vom Klang abzuziehen. Und so stellte sich dem Pionier der Ambient Music mit diesen Vertonungen moderner Gedichte von Rick Holland ein interessantes Problem: Gedichte als hochgradig verdichtete Sprache ziehen ja eigentlich die Aufmerksamkeit auf sich, jede Silbe, jeder Zwischenton, jede Atempause. Der englische Klangkünstler löst das Problem, indem er die Texte als akustisch spannendes Material darbietet. Neun Stimmen kommen zum Einsatz – in einem weitreichenden Klangfeld zwischen Neo- Exotica, beinhartem Funk, Trash Jazz, Post- Kraut-Elektronik, ambienter Kammermusik, Stammesrhythmen – und gelegentlich auch richtigen Songs. Zwar ist unter den Sprechstimmen auch Eno zu hören, aber zumeist setzt er auf originelle, wenig englisch klingende Stimmen, die einen speziellen Akzent, eine eigene Melodie haben (eine Buchhalterin, eine Raumpflegerin, Zufallsbekanntschaften aus der Nachbarschaft in Notting Hill). Und gesprochene Sprache hat es – Eno weist in einem Essay darauf hin – in Songs immer schon gegeben (etwa bei den Shangri-Las (Leaders of the Pack) – mir fällt das lange Intro von Donovans Atlantis ein). Eno nennt diese Stücke speech songs. Und er nutzt alle Nuancierungen zwischen dem gesprochenen und dem gesungenen Wort… 2 – BEDEUTUNGSSPIELRAUM UND BÄRENTANZ Einst tummelte sich Eno mit David Byrne im „Busch der Geister“ (auf dem Klassiker MY LIFE IN THE BUSH OF GHOSTS); da arbeitete er mit gefundenen Stimmen, von fanatischen Predigern, Nachrichtensprechern, libanesischen Bergsängerinnen; geniales Sampling im analogen Zeitalter! Jetzt eröffnet er ein Theater der Stimmen, das alle Lügen straft, die moderner Lyrik nur ein bescheidenes Dasein im Kellerloch des Elfenbeinturms zuweisen. Beispiel gefällig? „leben beginnt nicht mit einem titel / der einmannschau / wir sind wasser / und kehren dorthin zurück / wir gehen an den ort des schlicks/ von beere und ballen / der geruch und das rümpfen / der puls und das erblassen / dünnknochenmann / langarmmann / knorpel und kalter wind / mach werkzeug mann / flip aus mann / tanz wie die bären / folge den sternen mann / mit nassem öl auf daunen / ein behaartes elementares / aufgerissene augen festgenadelt um / eine zweimondige kurzsichtigkeit / zu der wir uns im kreise drehen“ (die Übersetzung des Gedichts „a title“) Man muss und braucht das nicht alles beim ersten Lesen/Hören verstehen – mit der Zeit zünden einzelne Bilder, produzieren Aha- Erlebnisse und locken noch tiefer in die Klangräume hinein. Was mag Brian Eno gereizt haben an den Gedichten von Rick Holland? Ich nahm sein Bändchen STORY THE FLOWERS zur Hand und stiess auf feine Mischungen aus Alltagsbeobachtungen, Großstadtpanoramen, Philosophie, Humor, moderner Physik, plötzlichen Perspektivwechseln und meditativen Umkreisungen einzelner Motive. Den Texten bleibt stets mindestens ein Rätsel erhalten, unsere Phantasie wird nicht in eine bestimmte Richtung gedrängt. Die Gedichte lassen genügend Bedeutungsspielraum. Und die Musik von DRUMS BETWEEN THE BELLS untermalt nicht einfach, sie bestreitet, verwandelt, treibt an, setzt durch, fordert, skizziert, schwingt aus, dringt ein. Und noch einiges mehr. „Niemals gab es so ein Empfinden“, erzählt Rick Holland, „dass Brian die Musik machte und ich die Gedichte. Gedichte und Musik konnten sich zu gleichen Teilen verändern im Lauf der Produktion, und der Schaffensprozess war ein ofenes Forum der Ideen.“ Zu dem ersten Track des Albums, Bless This Space, erzählt Rick Holland u.a. folgendes: – Ich hatte das Gedicht schon vergessen, da rief mich Brian an und las es mit einem pulsierenden beat im Hintergund. Das gefiel mir schon , aber seine finale Gestalt nahm das Stück erst viel später an, als Leo Abrahams und Seb Rochford ihre Magie verströmten. Leos Gitarre und Sebs Schlagzeug reissen die Musik weit auf und verstärken dieses Gespür einer ansteckenden Freiheit nach einem gemeinsamem Ritual, als ob man bis zu einem Abgrund marschiert wäre und nun keine andere Wahl hätte, als ins Unbekannte zu springen. Soweit Rick Holland. Bless This Space ist also die ideale Eröffnung, für ein Album, das immer wieder unbekannte Areale erkundet. Textlich wie musikalisch. “the greatest joy there is / is onward search through the darkness”, heisst es in einem andern Gedicht. Gerne verfremdet Eno auch Stimmen, rückt sie ins Surreale, wie in “the real”, einer Attacke auf jeden eindimensionalen Realismus, mit lauter ungebändigten, schwebenden Tönen. Eno, der Expressionist, Eno, der Impressionist. Und Rick Holland ist ein so kongenialer Partner, wie es einst Jon Hassell, David Byrne, oder Harold Budd waren. 3 - TANZEN AUF WOLKE 4 Der Clou: zum Ende hin singt Eno - und alle, die seit dem Ausklang der Siebziger Jahre, nach den Klassealben HERE COME THE WARM JETS, TAKING TIGER MOUNTAIN (BY STRATEGY), ANOTHER GREEN WORLD und BEFORE AND AFTER SCIENCE, immer viel zu lange warten mussten auf neue Song- Alben des Herrn Eno, sind kurzfristig versöhnt, mit dem Vortrag von „Cloud 4“. Wolken haben es leider an sich, mitunter rasch zu verschwinden, und es ist fast schon englischer Humor, dass dieser tolle Song deutlich unter der 2- Minuten-Grenze bleibt. Ein Song, so herrlich aus der Welt gefallen wie einst Julie With…, aus BEFORE AND AFTER SCIENCE. In deutscher Übersetzung liest sich „Wolke 4“ so: „die tollheiten des gemütszustands / bekannte wetterfronten hemmen uns / oder befreien uns wie kinder / nur einen tag auseinander / ein leben lang im himmel / sonne, taste den himmel ab wie im flug / suche nach irgendeinem zeichen / (dinge) werden gut.“ Alles scheint vorbei zu sein, Stille macht sich breit, man schüttelt noch immer den Kopf ob dieses einen Traumliedes, dem man am liebsten hinterher springen möchte – und dann gibt es noch einen Song, kaum glaubliche, gute sechs Minuten lang; den Gesang zelebriert Eno in BREATH OF CROWS mit einer bei ihm selten vernommenen tiefen Stimme, mit einer Langsamkeit und Intensität, die nicht so weit vom Spätwerk eines Scott Walker entfernt ist. Das große Erschauern, der Showdown am Ende eines überragenden Werkes. Noch einmal Rick Holland: „Wir waren in einem neuen Teil seines Studos, er hatte sein ganzes Equipment in den Raum geschafft, der vorher ein reiner Geschäftsraum war, mit großen, zum Himmel gerichteten Fenstern. Der Regen hämmerte mit schweren Tropfen herunter, das Tageslicht verschwand hinter den Wolken, und da strömte aus den Boxen ein dunkler, fesselnder Sound. Die Bühne war gerichtet für Brians Breath of Crows, eine schleichende Meditation, die dunkel und erhebend zugleich ist. Seine Art zu singen fügte sich in die Atmosphäre ein. Ich hatte das Stück in Mumbai geschrieben, während des Monsuns. Ich hatte ein kleines Zimmer auf Baumhöhe und lebte in enger Nachbarschaft mit der Krähenpopulation der Stadt. Es war der Endpunkt meiner Zeit dort als Lehrer, ich lebte eng mit diesen Tieren zusammen, in einer Kultur, die allem Lebendigen viel Aufmerksamkeit schenkt. Der Song ist vielleicht eine Art nicht-religöse Hymne“: „mein gott ist im atem der krähen / er wächst und schrumpft mit dem wunsch der natur / ein feuer ohne verbindung mit dem menschenwunsch / aber er muss absolut sein, dieser gott/ denn wenn der verstand still steht bewegt er sich. / mein gott ist im atem von krähen / darf ich mir nicht vormachen / mein ich denken zu lassen / er wächst meinen wunsch zu erfüllen / oder meine sünde zu waschen / aber lass mich mit verwundernung zuschauen / während er seine arbeit macht. / die klänge der heiligen nacht im überfluss / turmfalkenrufe und glocken trinken die luft / und das sinnrennen quillt (lass es herein) / oder die rufe klingen wie hohles blech / oder grammophonkreise und hintergrundstaub / ich muss mich / ersetzt durch most / durch witterung und wahrnehmung / darüber wundern“ 4 – SCHARFE KLINGE UND FLIESSENDES PASTELL Für jedes Gedicht entsteht ein ganz anders gearteter Track, es gibt kein Formular, keine Strophenmuster, keine Gebrauchsanweisungen. Das ist bestimmt etwas, das Eno im Umgang mit diesen Gedichten gereizt hat. Immer wieder bei Punkt Null beginnen. Jeder Masche aus dem Weg gehen. Das Resultat: wir begegnen, klanglich gesehen, der scharfen Klinge – und dem fliessenden Pastell (ein genauer Blick auf die Musik jedes einzelnen Stückes, und diese Besprechung wäre leicht doppelt so lang). DRUMS BETWEEN THE BELLS ist der provokante Gegenentwurf für hochtrabende, angestrengt intellektuelle Kunst - das Album zelebriert pure Sinnlichkeit, ist Seelen- und Geistesnahrung in einem. Die Musik ist archaisch. Die Worte tanzen. Lyrik und Musik: ja, das geht noch. Und wie! P.S. Das Artwork hat auch Klasse. In der special edition gibt es alle Stücke noch mal, rein instrumental. In einer anderen Reihenfolge, und ganz merkwürdig anderen Hörwirkungen.

von boonedaniels (29.06 | 19:19)

Und übrigens: anders als der Verfasser mitteilt, war SMALL CRAFT ON A MILK SEA nicht das erste richtige Sololabum von Eno der letzten 20 Jahre. Zum Beispiel (und es gibt mehrere Beispiele) ANOTHER DAY ON EARTH (2005) Und, ähh, Trance- und Klangkitsch finde ich hier kein bisschen, ich wäre eigentlich allergisch gegen sowas.

von boonedaniels (29.06 | 19:24)
 
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