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Opeth -  Heritage     Artist:  Opeth
    Album:  Heritage
    Label:  Roadrunner
    Release:  16.09.2011
   Medium:  Album
    Genre:  Progressive Rock ausdrucken 
    Autor:  Antal empfehlen/teilen 
 

Es gab schon einmal ein Opeth-Album, das völlig ohne Death-Metal-Growls und andere schwermetallische Versatzstücke auskam: das wunderschöne "Damnation" aus dem Jahr 2003, der ruhige Bruder zum wenige Monate zuvor erschienenen, harten "Deliverance". Doch wo "Damnation" Zwischenspiel-Charakter hatte - es folgten die gekonnt zwischen Progrock und extremen Metal schwankenden Alben "Ghost Reveries" und "Watershed" -, ist "Heritage" ein völlig neues Kapitel in der Karriere von Opeth. Ein fast einstündiges, von ganz wenigen heftigen Riffs abgesehen vollkommen Metal-freies Album, das die Frage offen lässt, ob Mastermind Mikael Åkerfeldt überhaupt so bald wieder Lust an extremen Metalsounds zeigen wird.

Dass Åkerfeldt ein riesiger Fan möglichst obskurer Prog-, Psychedelic-, Folk- und Krautrock-Alben der 60er und 70er Jahre ist, ist Eingeweihten hinlänglich bekannt. Bislang aber speisten diese Inspirationsquellen immer nur einen Teil des Opeth-Klanggebildes und wurden mit heftigen Sounderuptionen kontrastiert - was die Schweden zu einer der interessantesten und besten Metalbands der Szene machte. "Heritage" jedoch wirft dieses Konzept, das inklusive des "Damnation"-Abstechers über stolze neun Studioalben hinweg prächtig funktionierte, über Bord. Nach einem schönen Piano-Intro lässt "The Devil's Orchard" zwar schnell erkennen, mit welcher Band wir es zu tun haben - Mikaels Gesangsstimme und einige typische Akkordfolgen lassen sich als Erkennungsmerkmale ausmachen. Dennoch wird ebenso schnell deutlich: Opeth haben sich vollends von ihren Metalwurzeln emanzipiert und den Mut gefunden, dem auch musikalisch Ausdruck zu verleihen.

"Heritage" ist purer Progrock mit jazzigen Einlagen. Manchmal lugt auch der gute alte Rock'n'Roll um die Ecke wie beim beschwingten "Slither". Dann wieder stehen ruhige, bluesig-jazzige Klänge im Mittelpunkt ("Häxprocess"). Ein Song wie "Nepenthe" zieht seine Spannung aus balladesker Zurückhaltung, die Mut zur Stille zeigt, die lediglich zur Mitte mit zwei kurzen Jazzrock-Ausbrüchen aufgebrochen wird. "The Lines In My Hand" ist der wohl bislang untypischste Opeth-Song: sofort auf den Punkt kommend, unter vier Minuten lang, von einem Schlagzeug-Rhythmus getragen, der Åkerfeldt an The Hives erinnerte, als er ihn schrieb. Dieser Song war der erste, der für "Heritage" entstand, nachdem die ersten Ansätze in alter Opeth-Manier mangels Überzeugungskraft im Mülleimer gelandet waren. Für die Band war dies wohl eine Art Durchbruch, der Beweis dafür, dass man alles machen kann, solange es sich nur ehrlich anfühlt und man es selbst gut findet.

Das Ergebnis in Form von "Heritage" ist sicher für viele Opeth-Fans, die eben gerade das geniale Miteinander von extremen Metal mit Folk, Jazz, Progrock und anderen Stilelementen so ansprechend fanden, keine einfache Sache. Doch genauso wie die Band etwas Anlauf brauchte, um den Sprung in unbekannte Wasser zu wagen, so sollte auch jeder Fan versuchen, die eigene Erwartungshaltung beiseite zu legen und das Album als eigenständiges Kunstwerk anzunehmen. Dann wird man sich vielleicht immer noch an ein paar Längen zur Albummitte reiben (spätestens bei "Famine" gibt es einen Spannungsabfall), doch ansonsten die Vielfalt, den Detailreichtum, die unterhaltsame Obskurität einiger Kompositionen und das Überraschungspotential des Albums schätzen lernen.

Opeth spielen auf "Heritage" völlig befreit auf, haben hörbar Freude am Experimentieren, wagen sich gekonnt in neue Regionen vor (beeindruckend ist vor allem das variable, jazzige Spiel von Schlagzeuger Martin Axenrot, der eigentlich einen reinen Extrem-Metal-Background hat) und liefern somit ein zwar nicht perfektes, aber in seiner Konsequenz und künstlerischen Aufrichtigkeit beeindruckendes Opus ab.


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