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Evanescence -  Evanescence     Artist:  Evanescence
    Album:  Evanescence
    Label:  EMI
    Release:  07.10.2011
   Medium:  Album
    Genre:  Melodic/Progressive ausdrucken 
    Autor:  Valentin empfehlen/teilen 
 

Lange mussten wir auf einen neuen Evanescence-Tonträger warten, seit 2006 mit 'The Open Door' das vorerst letzte Album von Band lief, das zwar höchst erfolgreich war, jedoch nicht an die Popularität des Debüts 'Fallen' anknüpfen konnte. Nun ist es aber endlich so weit: Die Diskographie der Band aus Little Rock im US-Bundesstaat Arkansas wird diesen Monat um ein Studioalbum ergänzt. In Anbetracht des überraschend banalen äußerlichen Daherkommens des Produkts darf sie sich allerdings auf so manches enttäuschtes Fan-Gesicht gefasst machen, aus dem sich sämtliche Anzeichen der Vorfreude verflüchtigt haben. Wer Evanescence tatsächlich nicht kennt, dem dürfte weder das unscheinbare Cover der neuen Scheibe am Plattenregal ins Auge fallen, noch würde ihn die zu einem großen Teil einer ordinären Titelgebung zum Opfer gefallene Tracklist in den Bann ziehen und zum Kauf verleiten. Von einem lockenden, geistreichen Titel ganz zu schweigen, denn das Album heißt schlicht 'Evanescence'.

Was ein Glück ist es, dass wir es hier mit keinem Putzmittel oder ähnlichen Haushaltsartikeln zu tun haben, die im vorwiegenden Fall ausschließlich mit ihrer äußerlichen Präsentation und ausgeklügelten, halbwahren Werbe-Behauptungen zu punkten in der Lage sind. Und was eine Freude ist es, zu entdecken, was sich hinter dem rein äußerlich doch recht defensiv gehaltenen Zwölf-Track-Paket namens 'Evanescence' an musikalischen Ausbrüchen verbirgt. Ausbrüche von einiger Pracht, die sich nach fünf Jahren stillen Wirkens nun öffentlich die Bahn brechen dürfen und auch werden. Wie man es schon von Evanescence kennt, beweist die Band auch dieses Mal wieder, dass sie in der Lage ist, sowohl die zerbrechlich-zarten als auch die brechstangig-energetischen Ansätze überzeugend zu vervollkommnen. Und das gern auch als Kombination, wie der Track 'My Heart Is Broken' zeigt. Die neue Platte ist rhythmusgitarren- und schlagzeugorientiert, temporeich, hat fühlbar mehr Speed als die Vorgängeralben, und glänzt mit fließender und mitreißender rhythmischer Dynamik. Dabei bekommt der Rezipient ein volles Dutzend hochagiler Evanescence-Songs vorgesetzt, wie sie leiben und leben und man sie eben kennt, aber gleichzeitig auch mit einem ordentlichen Stoß frischen Windes. Paradebeispiel hierfür ist der Schlusstrack 'Swimming Home', ein Stück, das die Band nahezu komplett unter die Herrschaft des Synthesizers gestellt hat - und der macht nicht einmal vor Amy Hartzlers (damals hieß sie noch Lee) wie immer mustergültigem Gesang halt. Untypisch in allererster Linie, aber deshalb weder uninteressant, noch unpassend oder gar abartig. Vielmehr handelt es sich um eines der angenehmsten unter den Downtempo-Nummern auf 'Evanescence', die ohne Frage eine der vielen vorstellbaren Türen zur Weiterentwicklung des bandeigenen Stils aufstößt.

Nicht ganz so offensichtlich aus der Reihe der Gewohnheiten tanzend, aber trotzdem eine anerkennende Bemerkung wert sind Schlagzeugspiel und Riff-Harmone in 'Oceans' sowie ohnehin die überraschend andersartige erste Single 'What You Want'. Man bemerkt doch stellenweise recht deutlich, dass die Band mit einigem Erfolg nach Innovation gestrebt hat und gern ihre hinzugewonnene Flexibilität zur Schau stellen möchte. Auszeichnend für Evanescence als Band bleibt dabei aber nach wie vor die nahezu athletisch anmutende Tempogestaltung, die sich in einer Masse an Variationen durch das Werk zieht. Die Evanescence überhaupt im Ganzen ausmachende Stimme Amys ist dabei ganz klar wieder einmal die cherry on top. Auch lyrisch walten Evanescence innerhalb gewohnter Gefilde - 'as much as it hurts - ain't it wonderful to feel?'. Jedes Stück ist zwar für sich genommen in seiner Gedankenrichtung differenziert, jedoch basieren alle in irgendeiner Hinsicht doch auf wehmütiger Verzweiflung, verlorener Liebe und fatal idealistischer Selbst-Sezierung. Wie so oft in Liebesdingen kämpft das abhängige, unstillbare Herz ('I can still see your face / where it's burned into my mind / I die every time I close my eyes / You're always there' - Never Go Back) gegen einen stolzen, rebellischen Verstand ('Say it's over / Yes, it's over / But I need you anyway / Say you love me, but it's not enough' - The Change). Und wie fast immer erweist sich dabei das liebende Herz als übermächtige Instanz, die einem den schmerzhaften, aber gefühlt so folgerichtigen Weg weist. 'Why must we fall apart to understand how to fly / (...) / Follow your heart / Till it bleeds', heißt es in 'End Of The Dream'. Man könnte es besser nicht ausdrücken.

Potential, das Album zu einem der ganz großen werden zu lassen, steckt an allen Ecken und Enden. Zu einem solch starken Zugpferd, wie anno 2003 die Jahrzehnt-Ballade 'My Immortal' eines war, könnte sich beispielsweise nun das überragende, an melodikgetragener Emotion und expressiver Breite kaum zu überbietende, pathostriefende 'Lost In Paradise' entwickeln.

Evanescence ist es mit 'Evanescence' gelungen, Song für Song den idealen Spagat zwischen Tradition und Innovation zu schlagen, und genau das ist es ja, was man von einem neuen Album erwartet - sowohl als Fan als auch unter den Kritikern. Evanescence sind noch größer geworden, als sie ohnehin schon waren. Wir sparen uns an dieser Stelle die altbekannte Wein-und-Käse-Metaphorik und stellen schlichtweg fest: Was haben wir diese Band vermisst!


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