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Anna Ternheim -  The Night Visitor     Artist:  Anna Ternheim
    Album:  The Night Visitor
    Label:  Universal
    Release:  28.10.2011
   Medium:  Album
    Genre:  Alternative Country ausdrucken 
    Autor:  Valentin empfehlen/teilen 
 

Präsenz, Authentizität und Charisma eines Menschen stehen und fallen mit dessen Stimme. Die Stimmen der Menschen sind dementsprechend vielgestaltig, die Stimme eines jeden einzelnen ohne Entsprechung in der gesamten Weltbevölkerung. Manche Stimmen sind angenehm, manche nervig. Die einen kratzen oder scheppern wie Metall, die anderen klingen samtig oder ölig, sind naturgemäß leise oder angeboren laut. Die Stimme Anna Ternheims gleicht einem wohlig warmen, den Körper umschmeichelnden Crèmebad. Ganz unverfälscht, offen und in ihrer natürlichen Unangestrengtheit haucht sie den starken zwölf akustiklastigen Stücken auf ihrem neuen Album 'The Night Visitor' mehr Seele und mehr Herz ein, als jede noch so akrobatisch bemühte Highperformerstimme in der Lage wäre, es zu tun. Diese Beschreibungen dürfte alteingesessenen Ternheimern aus dem Herzen sprechen, sind diese doch schon Übersongs wie 'What Have I Done' von den drei Vorgängeralben gewohnt.

Am Anspruch wurde auch dieses Mal nicht gespart. Anna Ternheim gehört zu den Songwritern, die jedes Publikum mit ihren Klängen bannen, es vor Respekt und, um ja jedes Tönchen mitzubekommen, mucksmäuschenstill werden lassen. Ihr größtes Talent liegt wohl in der mühelosen und effizienten Erzeugung von Gewaltigem ohne Zuhilfenahme von Gewalt. Im Gegenteil: Den Großteil des Eindrucks schinden neben der auf eine kathartische Weise beruhigte Stimme der Künstlerin hauptsächlich Celli sowie eine gezupfte Akustikgitarre. Auch, wenn eine dezente Band-Instrumentierung Anwendung findet, greift der ternheimsche Effekt - und zwar nach der Hand des Zuhörers, wie 'Lorelie-Marie' beweist. Anzuführen ist jedoch, dass das gar nicht so unbedingt nötig gewesen wäre. Anna Ternheim zündet auch mit zurückhaltendem Musizieren auf klassischen Instrumenten schon beachtlich, wenn nicht gar optimal. Einen weiteren, wenn auch kleinen Ausreißer aus diesem Prinzip leistet sich die mittlerweile in den USA lebende Schwedin mit 'Come To Bed', das nicht nur vom Titel her, sondern auch atmosphärisch an Blackmore's Night erinnert.

Seinen Zenit erreicht das fast schon mystische 'The Night Visitor' exakt in der Albenmitte innerhalb von zwei aufeinander folgenden brillanten Stücken, 'Bow Your Head' und 'Walking Aimlessly'. Ersteres erlangt durch imposante Intensitätssteigerungen eine Art meditativen Wert, während das zweitgenannte zum einen mit einfach herrlich schöner Melodik (Wer hätte das gedacht?) und zum anderen mit einem nur an wenigen Stellen gleichermaßen rührend in Worte gefasst zu findenden Prozess der Selbsterkenntnis aufwartet: 'In the black out of light / I found a rhyme on hope / In the corner of doubt / someone left a word / hanging on me still'. 'Black Light Shines' schließlich birgt eine Lebensweisheit, deren Aussprache längst überfällig war: 'Thinking kills us all in the end'. Wirklich schön ist mit 'Dearest Dear' der Abschluss des Albums gelungen, der zu guter letzt ein Bündel Sonnenstrahlen in die sonst eher dämmrige Klangwelt Anna Ternheims leitet.

Liebe Freunde der stillen und besinnlichen Musik: Hört Euch Anna Ternheims neues Album an. Aber tut es nachts, denn 'The Night Visitor' macht seinem Namen alle Ehre und entfaltet seine volle Wirkungskraft dann, wenn es draußen dunkel ist. Und am besten auch kalt.


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