Das nenne ich mal ein cooles Artwork. Schlicht kommt die neue CD der belgischen Alkerdeel daher, aber das macht die Erscheinung umso passender. Im einfachen Altpapierpappschuber mit simplem schwarzen Aufdruck eines Wolfes, der drauf und dran ist der armen Gans den Gar auszumachen. Klappt man das Digi auf liegt das bösartige Pelzvieh durchbohrt am Boden und die Gans fliegt weiter ihres Weges. Ja, auch unter den Schwarzkutten ist etwas Witz gern gesehen. Weniger humorvoll geht es an der musikalischen Front zur Sache. Hier wird sich hart und altbacken gegeben. Viel Black Metal der dreckigsten Sorte à la Darkthrone und früher Mayhem-Veröffentlichungen, bis hin zu solch Eigenbrötlern wie Peste Noir. Hinzu kommt ein ganz gewaltiger Sludge-Einfluss, der das treibende und außergewöhnliche Element bei Alkerdeel darstellt. Düster, chaotisch, vollkommen durchgeknallt, bestialisch. Das sind nur ein paar Worte die durch den Kopf kreisen, wenn man denn beim Hören dieser CD überhaupt noch zum Denken befähigt ist. Denn so brachial wie "Morinde" daher kommt, hämmert es wie ein Rammbock gegen den werten Schädel. Das ist sowohl positiv, als auch negativ. Das ganze Durcheinander an Gitarrenläufen, rasenden Drums und einer Abmischung, die wie Scherben und Stacheldraht aus den Boxen schießt, verdichtet sich zu einem plättenden Druck. Die Energie der Musik wird ohne Abstriche frei Haus an den Hörer geliefert. Das ist aber nicht unbedingt eine Neuerfindung des Rades und könnte einige Frischlinge ihr Trommelfell kosten. Trotzdem zeigen die Belgier, dass sie auch innerhalb dieses Malstroms überzeugende Songstrukturen zusammenbekommen. So wird sogar das überlange "Du Levande" packend und brutal. Dem garstigen Wolf geht es also gehörig an den Kragen und er wird von Alkerdeel durch die Klangmangel gedreht, bis nur noch ein undefinierbarer Brei von ihm übrig bleibt, der ungefiltert auf den Hörer regnet. Neu ist es nicht und dem ein oder anderen könnte das nun mal zu viel oder eben zu wenig des Guten sein. Aber wen stört es? Alkerdeel machen Krach der alten Schule und das chaotisch und stockdüster.