Na, wenn das man nicht mal eine CD ist, auf die die Beschreibung "oldschool" passt wie die Faust aufs Auge. Burial Vault klingen so, wie Death Metal klang, als er auf dem Weg zur Hochkultur war. Wenn die Produktion nicht so klar und gut wäre, man könnte dieses Album problemlos in die Jahre 1989-1992 einsortieren. Die Gitarren erinnern häufig ganz stark an At The Gates auf ihrem "With Fear I Kiss The Burning Darkness"-Album, oder auch an das geniale "Skydancer"-Debüt von Dark Tranquillity. Der Gesang pendelt zwischem tiefem Gegrunze und Gekeife; stilistisch, von den nahtlosen Übergangen her, ist das an frühe Cannibal Corpse angelegt. Etwas vom Geiste von Master's Hammer schwebt auch durch diese höchst kurzweilige Scheibe. Stellenweise fährt man die progressive Schiene, man nehme nur "Icon Of Indignity" mit seinen aparten Breaks sowie den akustischen und nicht verzerrten Gitarren. Immer wieder brechen die Stücke dann in von extrem melodischen Gitarren dominierte Raserei aus. Das Riffing ist nur sekundärer Bestandteil, hier geht es primär um Gitarrenmelodien, manchmal hat man den Eindruck die Band kommt aus dem Melodiekombinieren vor lauter Spielwut gar nicht mehr heraus. Mitunter mag darunter die Eingängigkeit leiden - ein immerwährend wiederholtes Riff bleibt nun einmal leichter im Ohr als eine monumental konstruierte Melodie - aber nichtsdestotrotz macht dieses Album sehr viel Freude. Natürlich erfinden Burial Vault diesen Stil nicht neu, und es ist ja gerade in Mode, zurück zu den Wurzeln zu schauen. Wenn aber dabei so gute Alben wie "Ekpyrosis" herauskommen, sollte man damit kein Problem haben. Wer die oben als Referenzen genannten Alben von Dark Tranquillity und At The Gates schätzt, wird hier blind zugreifen können.