Einfach mal die Augen schließen und lauschen. Dann könnte das neue Album der Crazy Lixx auch aus dem Jahr 1986 stammen. Musik, Text, Sound, Produktion - all das erinnert völlig nostalgiefrei an das goldene Jahrzehnt des Hardrock und Hairmetal. Nichts Anderes haben die Jungs aus Malmö damit beabsichtigt. Aber dass es so gut gelingt? Crazy Lixx erwischen einen hervorragenden Start mit dem Geradeaus-Rocker 'Whiskey Tango Foxtrot'. (wie kürzt man das wohl ab?) Der Refrain geht ohne Umwege ins Ohr, da muss man mitgrölen. Der Titelsong glänzt mit hervorragenden Melodien und streift damit legendäre Bands wie Blue Tears und Icon oder Dokken. Auch Def Leppard, Poison und Mötley Crüe sind auf der 'Riot Avenue' unterwegs. Beeindruckenderweise zündet hier fast jeder Song. Titel wie 'Fire It Up' und 'In The Night' halten das Tempo und das Niveau hoch. Aber es gibt auch die klassischen Downtempo-Rocker. Lyrisch ist man den großen Helden ebenfalls nahe: 'Church Of Rock' oder 'Sweet, Bad & Beautiful' singt Danny Rexon da. Bei letzerem ertönt auch noch die Slide-Gitarre. Wie könnte man da widerstehen? Das dritte Album der Schweden ist das beste. Wenn man auf 'Riot Avenue' eins vermisst, dann vielleicht die absolute Hymne, den potentiellen Single-Hit. Möglicherweise braucht es aber nur noch zwei, drei Durchläufe mehr, um zu erkennen, dass 'Sweet, Bad & Beautiful', 'Whiskey Tango Foxtrot' und 'In The Night' eben solche echten Hits sind. Beim nächsten Crazy Lixx-Konzert gehören die Songs auf jedenfall in die Setlist.