'No Freedom No Liberty' hieß das Erste, was The Detectors von sich hören ließen, eine 7'' im Jahre 2007 nämlich. 'Deny' haben sie ihr neues, zweites Album nun betitelt, und beide Benennungen geben als Slogans schon gut die Richtung vor, in die man sich mit dem Quartett aus Neumünster begibt. Hier lebt man aufmerksam und kritisch, bewusst und vegan, antikapitalistisch und - ganz im Gegensatz zu Herrn Sarrazin - solidarisch. Ja, hier haben wir etwas für Fans von Anti-Flag. The Detectors orientieren sich an derem vollen und energiegeladenen Sound inklusive der politischen Texte. Sie legen den Finger in all die stark blutenden Wunden des alltäglichen Rassismus, der Weltwirtschaftskrise und des Turbokapitalismus. Sie erschaffen mit Tempo, wirkungsvollen Arrangements und zwingenden Shouts Druck, der jeden Hörer persönlich anspricht und an das soziale Gewissen appelliert. Denn die Intention der vier jungen Herren ist eindeutig: 'turning anger into action'. Dabei gehen The Detectors ihren Weg mit Konsequenz und hat die Überwindungen alter Überzeugungen noch nichts mit Resignation zu tun - so in etwa darf man wohl 'I was a teenage capitalist' als Reminiszenz an Against Me! verstehen. Mit 15 Songs wurde 'Deny' mehr als vollgepackt und zeugt von der Kraft und Wut, die das Quartett an den Tag legt. Schade nur, dass das Marx-Zitat in 'A Thousand Reasons (... To Revolt)' durch die unglückliche englische Aussprache verhunzt wird. Da wäre das deutsche Original doch in jeder Hinsicht ratsamer gewesen. Anyway, mit Marx im Rücken und den aktuellen kapitalismuskritischen Bewegungen an der Seite ist 'Deny' ein 46-minütiger Tritt in den Arsch.