Innerhalb von sechs Jahren kommt mit 'Slave To The Game' nun schon das fünfte Studioalbum von Emmure auf den Markt. Bei dieser Fließbandarbeit kann man schon mal ins Grübeln kommen, wie die Jungs es neben dem ganzen touren noch schaffen, an neuem Material zu schreiben. Unbedingten Arbeitswillen kann man den Jungs aus New York also nicht absprechen, aber wie schlägt sich denn nun das fünfte Werk? Machen wir es gleich zu Beginn kurz: Auch 'Slave To The Game' ist genau das geworden, was Fans von ihrer Band erwarten und haben wollen, denn Emmure sind nun einmal Emmure, da darf der geneigte Hörer keine Innovationen erwarten. Nach dem kurzen, total überflüssigen Intro 'Insert The Coin' folgt 'Protoman' was sofort zeigt, wo die nächsten 32 Minuten hingehen werden. Ein überfett produzierter Song scheppert aus den Boxen, die Gitarren quitschen, Breaks krachen einem um die Ohren wie Gewehrsalven und Sänger Frank Palmeri brüllt und grunzt sich die Seele aus dem Leib. Bei diesen groben Zutaten bleibt es dann auch, denn die Band ist auf der gesamten Albumlänge nicht sonderlich um Abwechslung bemüht. Lediglich am Anfang ist der Wechsel aus melodischen und brutalen Elementen noch irgendwie abwechslungsreich, aber spätestens wenn Emmure in ihren alten Groove verfallen und New Metal Pfade erneut betreten, fängt die Platte an zu langweilen. Auf einzelne Songs genauer einzugehen macht wenig Sinn, denn die Songs ähneln sich alle stark und unglaubliche Abwechslung, Innovation oder Neurerfindung seiner selbst sieht anders aus. Doch möge das alles noch so stumpf sein, man ist doch sofort wieder in diesem alten Emmure- Gefühl drin und wippt mit dem Kopf mit. Da vergisst man schnell die Eintönigkeit und vielleicht ist es genau das, was die Fans an Emmure so lieben - sie wissen was sie können und ziehen das einfach ohne Kompromisse durch. Es schadet ja nicht, wenn einige Musiker ein bisschen die Tradition aufrecht erhalten. Wer bisher nichts mit Emmure anfangen konnte, für den ist der Zug wohl abgefahren. Auch die Zielgruppe wird auf 'Slave To The Game' absolut nichts Neues oder Aufregendes finden, zufrieden sein wird sie am Ende aber trotzdem, denn wo Emmure drauf steht ist hundert Prozent Emmure drin, ohne Kompromisse oder Schnick Schnack. Nichtsdestotrotz: Bei Album Nummer sechs wünsche ich mir aber bitte ein klein wenig mehr Mut.