Aber Hallo: Firewind-Mastermind Gus G. scheint einen Tag zu haben, der mehr Stunden besitzt als der von Otto-Normal-Mensch. Anders kann man es sich nicht erklären, wie dieses Pensum zu schaffen ist: Nach ihrem von der Presse und den Fans gefeierten Album "Days Of Defiance" und der darauffolgenden Welt-Tour (sowie Gus internationaler Arena-Tour als rechte Hand von Ozzy Osbourne) ging die Band wieder direkt ins Studio und begann die Arbeiten an ihrem neuesten (und bis dato härtesten) Album "Few Against Many". Von den diversen Gastspielen bei weiteren Bands wie Arch Enemy ganz zu schweigen... Während es auf dem letzten Album viele Personen mit Mitspracherecht gab, was Gus G. im Nachhinein missfiel, nahm er wieder die Zügel komplett in die eigene Hand und übernahm das Songwriting quasi im Alleingang. Das Ergebnis: Frisches Liedgut, viel Abwechslung sowie die knackigsten Songs, die man von Firewind bishher zu hören bekam. Während manche nach dem zurückliegendem Pensum eher ausgebrannt klingen würden, scheinen die Griechen eher beflügelt vom meist positivem Stress zu sein. Der Opener "Wall Of Sound" trifft mit dem Titel den Nagel auf den Kopf, fett und wuchtig reißt diese Hymne mit, während es mit "Losing My Mind" etwas gemäßter, aber nicht minder intensiv und episch weitergeht. Der Titeltrack atmet diese Wir-gegen-den-Rest-Attitüde, das folgende "The Undying Fire" überzeugt mit ruhigeren Tönen, die sich zu einem tonnenschweren Rocker auftürmen und sich ins Ohr reinfressen. Das heimliche Highlight des Albums! Bei "Edge Of A Dream" gibt es sogar einen Gastauftritt von Apocalyptica. Neben der exzellenten Gitarrenarbeit ist besonders die Sangesleistung von Apollo Papathanasio herauszuheben, der mit einer starken Leistung das Album veredelt. Fans der Band und Melodic Metal-Liebhaber können bedenkenlos zugreifen!