'I think you are wunderbar' - da hat wohl die Tour mit den Broilers bei Buster Shuffle einen nachhaltigen und völkerverständigenden Eindruck hinterlassen. Nun, wenn die Band aus London in '15 Again' einen so netten Tribut an ihre deutschsprachige Fangemeinde zollt, dann fühlen wir uns natürlich gebauchpinselt und legen schonmal sehr wohlwollend 'Do Nothing' auf, das neue Album der Ska-Kombo. Wir erinnern uns: Auf ihrem Debüt 'Our Night Out' zeigten sich Buster Shuffle stark geprägt von the one and only Madness. Ein Erfolgsrezept, so können wir bilanzieren, denn es läuft gut für die jungen Briten. Gerade touren sie mit den Dropkick Murphys durch die Lande und für den Sommer haben sie sich auf einer Reihe relevanter Festivals in ganz Europa platziert. Angesichts des prosporierenden Werdegangs hat sich die Band vergrößert. Der personelle Zuwachs macht sich gleich im Opener 'So Such Of Much' bemerkbar, in dem die beiden Sängerinnen Carrie und Debz einen engelhaften Backgroundchor geben. Das ist aber nicht die einzige Veränderung, die im Vergleich zum Debüt auffällt. Musikalisch ziehen Buster Shuffle auf 'Do Nothing' weitere Kreise als bisher. Neben den üblichen 2-Tone-Songs wie dem Anspieltipp 'Brothers And Sisters' ist der eine oder andere Track doch kantiger geraten. 'Elvis vs Wag' etwa zeigt klassische Rockelemente, 'The Lake Song' baut sehr groovy eine echte Spannung auf und 'Around here' hat gar etwas Psychedelisches an sich. So wirkt 'Do Nothing' durch komplexere Arrangements vielschichtiger und hält nicht mehr die Frische von 'Our Night Out' parat. Dafür ist es aber ein gelungener Coming of Age-Zweitling. Zudem eine feine Sommerplatte, die mit gut 35 Minuten reinstem Cockney-Akzent wie ein kleiner London-Urlaub wirkt.