Bei Betrachtung der letzten Municipal Waste Alben fällt auf, dass mit jedem weiteren Album auch die Spielzeit um rund 5 Minuten pro Album gewachsen ist. Auf Album Nummer 1 'Waste E'm All' brauchten Municipal Waste 17 Minuten für 17 Songs. Für die 16 neuen Songs auf dem Album 'The Fatal Feast' lassen sich Mr Waste und Band satte 37 Minuten Zeit. 10 Jahre liegen zwischen 'Waste 'Em All' und 'The Fatal Feast' mit dem es Municipal Waste zu Nuclear Blast geschafft haben. Auch wenn sich die Spielzeit mehr als verdoppelt hat, hat sich im Hause Municipale Waste nicht viel getan. Erstaunlich wenig. Thrash trifft Hardcore, so wie es Ende der 80er Jahre schon von D.R.I., S.O.D. und Nuclear Assault runter gerotzt wurde. 16-mal kurz und knackig, auch wenn sich mittlerweile mal das ein oder andere Solo mit auf die Scheibe verirrt. Unterstützung gibt es von Nuclear Assault Sänger John Connely und Tim Barry von Avail. Der hilft bei 'Standards And Practice' mit einer erinnerungswürdigen Hookline aus. Verspielte Melodien, abwechslungsreiches Songwriting und ähnlicher Schnick Schnack gab es noch nie bei Municipal Waste und wird es auch nicht geben. In vielen Fällen sind das angebrachte Kritikpunkte, bei 'The Fatal Feast' aber würde es der Musik nur unnötig Energie nehmen. Viel wichtiger sind Zombies, Space Monster, Gewalt, Jesus, Thrash. Municipal Waste ziehen also ihre Sache durch wie gewohnt. Das Problem ist, dass es, anders als vor 10 Jahren, Thrash Bands gibt wie Dr. Living Dead und Gama Bomb mit denen 'The Fatal Feast' nicht mehr mithalten kann. Die Bewertung von 'The Fatal Feast' ist zweitrangig. Municipal Waste kombinieren knackigen Thrash Metal mit energiegeladenem Hardcore. Wer gerade laut 'GENAU MEIN DING!' gerufen hat, der sollte unbedingt rein hören. Besser noch sich Municipal Waste gleich live anschauen. Dafür ist 'The Fatal Feast' gemacht. Und auch Municipal Waste. Wer nicht auf Thrash, Hardcore, Zombies und Splatter steht, sollte noch immer einen großen Bogen um die Jungs aus Virginia machen.