whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin
Musikmagazin - Home whisky-soda Musikmagazin
whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin
whisky-soda Musikmagazin zur Startseite whisky-soda Musikmagazin zur Story Seite whisky-soda Musikmagazin zur Rezensionen Seite whisky-soda Musikmagazin Livekonzerte und -Interviews whisky-soda Musikmagazin Community und Forum whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin einfach mal suchen whisky-soda Musikmagazin
News   
Reviews   
Stories   
Live (WS-TV)   
WS Präsentiert   
Forum   
Galerie   
 

      registrieren  

Kingdom Of Conspiracy
Immolation
Kingdom Of Conspiracy
(Deathmetal)

State
Todd Rundgren
State
(Rock)

Ath The Edge Of The End
The Prosecution
Ath The Edge Of The End
(Ska)

Caché
Francis International Airport
Caché
(Indie-Pop)

Construct
Dark Tranquillity
Construct
(Deathmetal)

Automation Baby
Mesh
Automation Baby
(Synthie-Pop)

Raging Death
Entrails
Raging Death
(Deathmetal)

Trouble Will Find Me
The National
Trouble Will Find Me
(Indie-Rock)

The Collection Box
Kings Of Leon
The Collection Box
(Rock)

Manufacture Of Madness
Uncle ho
Manufacture Of Madness
(Rock)



Silversun Pickups -  Neck Of The Woods     Artist:  Silversun Pickups
    Album:  Neck Of The Woods
    Label:  Warner Bros. Records
    Release:  15.06.2012
   Medium:  Album
    Genre:  Indie-Rock Diesen Artikel ausdrucken 
    Autor:  Valentin Artikel per Mail versenden 
 

Während der Entstehung ihres neuen Albums 'Neck Of The Woods' wollten die Silversun Pickups vor allem eines groß schreiben: die Freigeistigkeit. Die Songs sollten erst im Studio ihren eigenen Charakter umfassend entfalten, sich deshalb ihren eigenen Weg bahnen, in ihrem Heranwachsen weder gelenkt noch beschnitten werden. Ein erstes Indiz darauf, dass die L.A.'er diesen Vorsatz einhalten konnten, liefert schon ein Blick auf die bloßen Zahlen, die dem dritten Longplayer der Pickups zueigen sind: Von den elf neuen Songs überschreiten ganze acht die magische Fünf-Minuten-Marke, und auch die verbleibenden drei sind jeweils weniger als zwanzig Sekunden davon entfernt. Was sagt uns das aber nun über 'Neck Of The Woods'? Im Grunde gar nichts. Der nur scheinbar naheliegenden Vermutung, es könnte bei diesen Track-Längen eine zähe Partie werden, kann ihre Grundlage schnell entzogen werden - dafür reicht schon das bloße Reinhören.

Jedes der Stücke entfaltet, wie man es von den Silversun Pickups schon gewohnt ist, für sich genommen ein vielschichtiges instrumentales Bouquet, gesteuert von lebendigen Gitarren, aber auch reich an unterschiedlichsten Features aus dem Synthie-Baukasten, dem letztlich die charakteristische, androgyne Gesangsstimme Brian Auberts Mal für Mal das Krönchen aufsetzt - in lauten und in leisen Momenten. Durch das unschuldig beginnende, dann aber schnell aufwallende 'Skin-Graph' läuft 'Neck Of The Woods' bereits mit einem ziemlichen Brecher an. Wie auch oft später, so fragt man sich während der stimmig eingebetteten zarten und leisen Phasen regelmäßig, ob sie denn wohl bis zum Ende des aktuellen Stücks noch einmal voll aufdrehen werden, und wird in seiner Erwartung meistens nicht enttäuscht. Jeder Song ist trotz großer Konnektivität innerhalb der Platte in seinem Verlauf erfreulich unvorhersehbar, sodass das Kategoriendenken bei diesem Album regelmäßig an seine Grenzen stößt. In der Tat haben die Silversun Pickups - sollte es nicht schon vorher der Fall gewesen sein - definitiv dieses Mal alles einfach laufen lassen und sind damit nicht falsch gefahren, denn hinter der eben angesprochenen Länge steckt mehr als bloß künstlich aufplusternde heiße Luft. So ist man nach den letzten Takten von 'Simmer' ('Where it starts / and where it ends / is here in my bedroom') gar erstaunt, dass laut Anzeige seit Beginn dieses Tracks beinahe sieben Minuten vergangen sein sollen. Zu viel Abwechslung, zu viel Melodie, zu fett spielt Bassistin Nikki Monninger ihr Instrument, als dass es zu Durststrecken kommen oder die Spannung sich verflüchtigen könnte.

Auch die Ohrwurm-Kandidaten fehlen dieses Mal nicht. Da wäre zum Beispiel das eindrucksdichte 'The Pit' mit seinen Trampolin-Synths an und auf der Bass-Spur und seinem äußerst einprägsamen Refrain, bei dessen Zeilen - 'Somebody somewhere / will clean out your wounds / with dirty fingers / We'll bury the lie' - man auch als weniger feierwütiger Musikmensch versucht ist, beide Arme in die Luft zu recken, die Augen zu schließen und den Mund das Übrige formen zu lassen. Oder auch das Finale 'Out Of Breath', in dem Aubert mit mitreißend-melodiösem Pathos unter ständigen, durch sachte Gesangs-Bridges verbundenen Rhythmuswechseln hymnisch schmettert: 'And you say the word and I will come / With overbearing clouds of woe / Out of breath but not alone'. 'Bloody Mary (Nerve Endings)' schließlich ist mit gutem Grund zur ersten Single auserkoren worden, gibt es doch einen würdig repräsentativen Fingerabdruck für die Atmosphäre des Albums im Ganzen ab.

Produzenten-Koryphäe Garrett 'Jacknife' Lee hat bei der 'Bändigung' der von den Silversun Pickups zum Eigenleben erweckten, unkontrollierten Klangschwärme eine gute Arbeit verrichtet und diese trotz aller Tonspurendichte in genussvoll konsumierbare Einheiten verwandelt. Wenn auch am Ende der Stil der Band keine nennenswerten progressiven Schübe erfahren durfte - man kann durchaus zufrieden sein. Denn es gibt viel zu entdecken auf 'Neck Of The Woods', und auch nach so einigen Durchläufen ist einem das Werk noch nicht ansatzweise vertraut, der Thrill nicht ausgebleicht, sodass praktisch jedes der vielen musikalischen Spannungskürvchen den Hörer aufs Neue mit sich nehmen dürfte. Und so gehört es sich ja für ein gutes Album.


  WS-Bewertung: 2 User-Bewertung: 1 Deine Bewertung:
0 Kommentare vorhanden Anmelden und mitmachen!
 
Deine Kritik oder dein Kommentar zu
Silversun Pickups - Neck Of The Woods
Meinungsbox
Du bist eingelogged als Anonymous
hier deinen Eintrag abschicken


Kurzinfos: Silversun Pickups

Interesse?

Homepage:
- Silversun Pickups bei Myspace

Rezensionen:
- Swoon
- Neck Of The Woods


whiskey-soda RSS Feed

whiskey-soda BLOG

whiskey-soda auf twitter

CD des Monats 05/13
Kishi Bashi - 151a
Kishi Bashi - 151a


alle Reviews hier



   
Seite/ Inhalt gefällt mir
whiskey-soda als Bookmark bei: Mr. Wong whiskey-soda als Bookmark bei: Webnews whiskey-soda als Bookmark bei: Facebook whiskey-soda als Bookmark bei: Icio whiskey-soda als Bookmark bei: Linkarena whiskey-soda als Bookmark bei: Favoriten whiskey-soda als Bookmark bei: BoniTrust whiskey-soda als Bookmark bei: Favit whiskey-soda als Bookmark bei: Linksilo whiskey-soda als Bookmark bei: Readster whiskey-soda als Bookmark bei: Folkd whiskey-soda als Bookmark bei: Yigg whiskey-soda als Bookmark bei: Digg whiskey-soda als Bookmark bei: Del.icio.us whiskey-soda als Bookmark bei: Reddit whiskey-soda als Bookmark bei: StumbleUpon whiskey-soda als Bookmark bei: Blinklist whiskey-soda als Bookmark bei: Technorati whiskey-soda als Bookmark bei: Newsvine Information


Home | News | Stories | Reviews | Live | Forum | Community | Impressum | B2B

Newsarchiv | Storyarchiv | Reviewarchiv

1995-2013 © whiskey-soda.de


-- Online Werbung --