Pacer, diese saulustige Band aus London, die alt und neu gleichzeitig ist weil deren Mitglieder schon in so vielen alten Bands gespielt haben, aber neu in dieser Zusammensetzung ist, sind zurück und präsentieren mit 'Making Plans' ihr Debut-Album. Nach der hochgelobten EP 'No. 1' aus dem Jahre 2010 und einer Split-EP zusammen mit Iron Chick, sind diese zwölf Stücke also das Maß dessen, ob Pacer die erste hochwallende Liebe auch verdient haben. Man könnte ja total gelangweilt ein 'Ja' gähnen, aber das wäre der Platte gegenüber ja fast unfair. Denn auch das Debutwerk der Engländer hat im Vergleich zur EP keinen Funken seines lodernden Feuers eingebüßt. Es sprudelt über vor melodiös geschrammelten Punkrockkrachern, knattert Mütze ziehend und zwei Finger zum Gruße hebend an alten Klassikern vorbei, nur um dann Felle malträtierend erneut loszulegen. Diese Band hat die genau richtige Mischung aus Wahnsinn und Punkrock, schafft es diesen Albumfüllend in 2,5 Minuten zu gießen und hat ihn augenscheinlich in den letzten 2 Jahren auch nicht verloren. Auch wenn mittlerweile der ein oder andere Song ('Roads') existiert, bei dem man erkannt hat das zwölf Songs lang durchbrettern auch nicht des Rätsels Lösung ist. Da bleibt tatsächlich nichts zu meckern, außer der Tatsache, dass die Livequalitäten nur sehr spärlich ausgetestet werden können. Doch in Anbetracht dieser Scheibe ist das ein wahres Luxusproblem.